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Medien Von Alf bis Alex, Inc: Unsere Serientipps für schlaflose Hitzenächte
Nachrichten Medien Von Alf bis Alex, Inc: Unsere Serientipps für schlaflose Hitzenächte
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14:15 24.07.2018
Zach Braff als Familienvater in „Alex, Inc.“ Quelle: Foto: Netflix
Alf und seine Familie Tanner. Quelle: United Archives/TBMUnited Archives/TBM

Der Klassiker: „Alf“

Okay, auf den ersten Blick handelt es sich bei Alf um ein haariges Wesen, das mit nervigen Sprüchen und einer Vorliebe für Katzen auffällt. Doch wenn man sich die 100 Folgen der zwischen 1986 und 1990 ausgestrahlten NBC-Serie noch einmal anschaut, erkennt man: Dieser Außerirdische (Alf steht für das englische Alien Life Form) vom Planeten Melmac, der auf der Erde strandet und Mitglied der Familie Tanner wird, lehrt die Menschen viel über Mitgefühl.

In einer Weihnachtsfolge etwa gelangt Alf als vermeintliches Kuscheltier ans Krankenbett eines an Krebs erkrankten Mädchens. Wie er sich mit ihr anfreundet, ohne übertrieben auf die Tränendrüse zu drücken, rührt den Zuschauer. Und wenn es zu pathetisch wird, macht er eben schnell einen Katzenwitz.

Die deutsche Version mit Thomas „Tommi“ Piper in der Titelrolle ist ein seltenes Beispiel für eine gelungene Sitcom-Synchronisierung. Nach vier Staffeln war Schluss. Wird es da nicht Zeit für eine Neuauflage?

Die Neuheit aus den USA: „Alex, Inc.“

In der Krankenhaus-Sitcom „Scrubs“ spielte Zach Braff einen leicht trotteligen Arztanwärter. Acht Jahre nach dem Start der Kultserie ist die Rolle mit dem Schauspieler gereift: In der Sitcom „Alex, Inc.“ spielt der 42-Jährige einen Familienvater, der einen sicheren Job als Radiomoderator kündigt, um sich seinen Traum von einem eigenen Podcast zu verwirklichen. Die Geschichte basiert auf dem Podcast „StartUp“ von Alex Blumberg.

Der Zuschauer bekommt hier die aus „Scrubs“ bekannte Mischung aus Albernheit, schwarzem Humor und psychologischem Tiefgang geboten. Braff führt auch selbst Regie wie schon bei Filmen wie „Garden State“. Ihm zur Seite steht Tiya Sircar, bekannt aus „Star Wars“ und der Sitcom „The Good Place“. Bislang wurden zehn Folgen bei ABC ausgestrahlt, der Deutschlandstart steht noch nicht fest.

Sankt Maik Quelle: RTL

Neuheit aus Deutschland: „Sankt Maik“

Ja, in Ordnung, manchmal geht es in dieser RTL-Serie dem Sender entsprechend klamaukig und klischeehaft zu. Dennoch ist diese Reihe um einen Kleinkriminellen, der sich in einem Dorf bei Köln als neuer Pfarrer ausgibt, durchaus ein Lichtblick in der deutschen Serienwüste. Das liegt vor allem an dem Hauptdarsteller Daniel Donskoy, der sich zuvor in England einen Namen als Theaterdarsteller gemacht hat. Dem charismatischen 28-Jährigen sieht man gern zu, wie er sich als Maik immer mehr in die Rolle des Dorfseelsorgers einfühlt und dann aber doch immer wieder von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Und dann verliebt er sich auch noch in die Dorfpolizistin, die ihm auf die Schliche zu kommen droht. Eine neue Staffel ist in Vorbereitung, die erste kann man etwa bei RTL Now oder bei Amazon nachschauen.

Literaturverfilmung „Alias Grace“. Quelle: Sabrina Lantos/NetflixSabrina Lantos/Netflix

Der Geheimtipp: „Alias Grace“

Die Serienadaption von Margaret Atwoods Roman „Der Report der Magd“ auf Hulu und Telekom ist ein Riesenerfolg und zeigt, wie aktuell die Bücher der kanadischen Schriftstellerin sind. Weniger bekannt ist die Netflix-Miniserie „Alias Grace“, die ebenfalls auf einem Werk Atwoods basiert. Das feministische Kostümdrama erzählt die wahre Geschichte einer irisch-kanadischen Magd, die wegen Mordes an ihrem Dienstherren und dessen Haushälterin verurteilt, nach Jahren aber begnadigt wird. Wieder geht es um den Versuch einer Frau, sich in brutalen patriarchalen Strukturen zu behaupten. Sarah Gadon reizt in der Hauptrolle das ganze Spektrum zwischen Hure und Heiliger aus.

Von Nina May/RND

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