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Medien Staatsbetrieb Sächsische Informatik verlegt Zentrale nach Kamenz
Nachrichten Medien Staatsbetrieb Sächsische Informatik verlegt Zentrale nach Kamenz
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23:36 09.09.2015
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Der Freistaat Sachsen will die Große Kreisstadt Kamenz mittelfristig zur "IT-Stadt" entwickeln. Vorort kündigte Innenstaatssekretär Michael Wilhelm jetzt an, dass der Staatsbetrieb Sächsische Informatik (SID) seine Zentrale mit 83 Mitarbeitern von Dresden nach Kamenz verlagern wird. Außerdem soll ein IT-Schulungszentrum für die Bediensteten des Freistaates entstehen. Rund 1000 Beschäftigte könnten so jährlich in den Genuss von Schulungsmaßnahmen kommen.

Bislang betreibt der Freistaat im Kamenzer Behördenzentrum sieben Landeseinrichtungen mit 553 Mitarbeitern. Darunter befindet sich ein Rechenzentrum, welches aktuell für rund drei Millionen Euro erweitert wird. Zudem ist Kamenz Sitz des Statistischen Landesamtes. Von der Entwicklung des SID zum zentralen Dienstleister der sächsischen Verwaltung erhofft sich die Landesregierung Synergieeffekte wie die Ansiedlung privater Unternehmen.

Allerdings befinden sich die Planungen für den Behördenumzug noch in einem sehr frühen Stadium. Angaben zu den Kosten können beispielsweise derzeit nicht getroffen werden. Jedoch gibt es einen ehrgeizigen Zeitplan, wonach mit den Detailplanungen im kommenden Jahr begonnen wird. Der Baubeginn für die neue Zentrale könnte laut Wilhelm dann Ende 2016 bzw. Anfang 2017 sein. Wohl wichtigster Partner bei diesen Überlegungen ist der Landkreis Bautzen. Ihm gehört das zur Nutzung als IT-Zentrum vorgesehene Schweitzerhaus am Kamenzer Flugplatz. Aktuell befindet sich darin noch das Lessinggymnasium. Laut Masterplan, der im Wesentlichen vom Landtagsabgeordneten Aloysius Mikwauschk (CDU) und Landrat Michael Harig (CDU) eingefädelt wurde, wird die Bildungseinrichtung an den historischen Standort an der Henselstraße verlegt.

Damit das dortige Altgebäude nicht aus den Nähten platzt, soll es durch einen Anbau erweitert werden. Am 18. Mai, so kündigte Landrat Harig an, soll der Kreistag über die aktuelle Entwicklung informiert werden. OB Dantz will seinerseits den Landkreis unterstützen, der Träger der mit technischen Mängeln behafteten 2. Oberschule ist. Dantz versprach, dass die Stadt in Sachen Schulstandort "kräftig in die Ruder greifen wird". Im Klartext: Der Landkreis kann bei der Schulsanierung auf Gelder aus einem staatlichen Stadtumbauprogramm hoffen, weil der Kamenzer Stadtrat das Fördergebiet vorausschauend auf das Schulareal erweitert hat.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.05.2015

Werner Peters

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