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Medien Michael Moore nimmt sich Trump vor
Nachrichten Medien Michael Moore nimmt sich Trump vor
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08:41 19.10.2016
Michael Moore greift mit seinem neuen Streifen „TrumpLand“ überraschend in den Präsidentschaftswahlkampf ein.  Quelle: AFP
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New York

 Der für Provokationen bekannte Filmemacher Michael Moore („Where To Invade Next“) hat einen Film über US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump gedreht und am Dienstagabend kurzfristig via Twitter zur Premiere geladen. Die Nachricht verbreitete sich im Netz wie ein Strohfeuer.

„Michael Moore in Trumpland“ heißt der neue Streifen des Oscarpreisträgers. Schon Stunden vor der Premiere standen die Menschen Schlange, um eine der von Moore angekündigten Freikarten zu bekommen.

Republikaner wollten den Film verhindern

Moore „taucht mit seiner gewagten und urkomischen Ein-Mann-Show direkt in feindliches Gebiet ein, tief in das Herz von Trumpland in den Wochen vor der Wahl 2016“, heißt es in der Ankündigung des Kinos. Die Republikaner in Ohio hätten versucht, den Film zu verhindern. Und obwohl der Streifen ein herber Nackenschlag für Trump sein dürfte, warnt Filmemacher Moore davor, allzu früh auf einen Sieg Clintons zu setzen: "Hillary Clintons Sieg zu früh zu feiern halte ich für gefährlich", so Moore unmittelbar vor der Premiere.

 Der ultraliberale Moore, der mit „Bowling For Columbine“ zur Schusswaffen-Kultur in den USA 2003 einen Oscar gewann, hat bereits mit mehreren Filmen für Diskussionen gesorgt. Er beleuchtete unter anderem die Entwicklungen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 („Fahrenheit 9/11“), die globale Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2007 („Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte“) und das Gesundheitssystem der USA („Sicko“).

 Kritiker haben Moore vorgeworfen, bestimmte Fakten in seinen Filmen bewusst zu verschweigen und die Zuschauer so zu manipulieren. Moores umstrittene Methoden waren bereits Thema eigener Filme, etwa „Michael Moore Hates America“ (2004) und „Manufacturing Dissent“ (2007).

Von RND/dpa/caro

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