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Medien SPD: Dresdens Facebook-Fanpage soll Fluthilfe koordinieren
Nachrichten Medien SPD: Dresdens Facebook-Fanpage soll Fluthilfe koordinieren
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17:52 09.09.2015

Jeden Mittwoch testet die Stadt ihre Anlage, während des Juni-Hochwassers hätte man sie zur Information der Bürger nutzen können. Darauf weist Albrecht Pallas hin, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Er präsentierte gestern die Ergebnisse einer von der Partei in Auftrag gegebenen Studie, die sich mit der Fluthilfekoordinierung beschäftigte.

Darin wurde klar, die Fluthilfekoordinierung über Facebookseiten hat sich etabliert. Das zeigte die hohe Resonanz auf dort gepostete Meldungen. Aber auch internetaffine Dresdner, die die Facebookseiten zum Hochwasser verfolgten, waren nicht immer auf dem Laufenden, wenn auch besser im Bilde als Dresdner ohne Internet. "Es gab auch Fehlinformationen", nannte Pallas ein Problem der dezentralen Koordination. Zum Beispiel als der Pegelstand von Schöna auf Dresden umgemünzt wurde.

Die drei Facebook-Seiten "Elbpegelstand" (bis zu 80 000 Fans), "Hochwasser Dresden" (bis zu 26 000 Fans) und "Fluthilfe Dresden" (bis zu 49 000 Fans) hatten im Juni über Pegelstände berichtet und die bürgerliche Fluthilfe maßgeblich koordiniert. In Spitzenzeiten liefen auf der "Fluthilfe Dresden"-Seite sekündlich neue Nachrichten ein. Das führte zum zweiten Problem: Bürger sahen sich einer Informationsflut ausgesetzt, die sich nicht mehr bewältigen konnten. Der dritte neuralgische Punkt sei laut Pallas der Datenschutz. Auf den Internetauftritten stünden noch bis heute Klarnamen und private Telefonnummern.

Nichtsdestotrotz haben die Seiten die wichtige Funktion eines "Schwarzen Brettes" erfüllt und Hochwassersituationen vermittelt. "Auch beim nächsten größeren Hochwasser wird es in Dresden ein großes Informationsbedürfnis geben und ein hohes Interesse, aktiv mitzumachen", sagt Pallas. "Es wird nicht mehr ohne Internet gehen." Deshalb empfiehlt die SPD, beim nächsten Mal die offizielle Dresden-Fanpage zur Fluthilfekoordination zu nutzen. Würde die Stadt zu deren Betreuung Personal abstellen, könnte die freiwillige Hilfe besser koordiniert werden.

Des Weiteren verlangt die SPD mehr Unterstützung in der Eigenvorsorge. Denkbar wären Schulungen zum richtigen Sandsackverbau, die fachliche Unterstützung von Poldergemeinschaften und die Ernennung von Hochwasserbeauftragten in den betroffenen Gebieten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.07.2013

Madeleine Arndt

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