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Medien Reschke rechnet mit dem Deutschen Fernsehpreis ab
Nachrichten Medien Reschke rechnet mit dem Deutschen Fernsehpreis ab
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11:30 02.02.2018
Babylon Köln: Moderatorin Barbara Schöneberger mit Tänzerinnen. Quelle: NDZ/Zapp
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Hannover

Im Fernsehen wird die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises nicht übertragen. Möglicherweise zu Recht. Die ARD-Moderatorin Anja Reschke hat sich die Veranstaltung, die vergangenen Donnerstag in Köln über die Bühne ging, für das Medienmagazin „Zapp“ im NDR einmal genauer angesehen. Fazit: Im Gegensatz zu den letzten Preisverleihungen in den USA, wo die Branche solidarisch gegen sexuelle Gewalt demonstrierte, sei der Deutsche Fernsehpreis vor allem „sexistisch“, „rassistisch“ und „lieblos durchgenudelt“ ausgefallen.

Dass die Veranstalter – in diesem Jahr Sat.1 – gleich zu Beginn Tänzerinnen mit Troddeln an den Brüsten und Bananen an den Hüften über die Bühne geschickten hätten, sei nur wenige Tage nach der Causa Wedel mehr als peinlich. Und dass der Auftritt als eine Hommage an die Erfolgsserie „Babylon Berlin“ gemeint gewesen sei, sei für die meisten Zuschauer eben nicht ersichtlich, da die Produktion zunächst auf dem Bezahlsender Sky ausgestrahlt worden war.

Doch damit nicht genug: Preise habe es fast ausschließlich für Männer gegeben. Gerade einmal in einer Kategorie habe eine Frau auf dem Treppchen gestanden. Und auch die Jury habe in diesem Jahr zu zwei Dritteln aus Männern bestanden.

„Das bisschen Haushalt“

Besonders ärgerlich, so Reschke, sei allerdings die Tatsache, dass die Moderatorin des Abends, Barbara Schöneberger, sich nicht zu schade war, bei der Anmoderation zum Preis in der Kategorie „Beste Information“ auch noch den deutschen Schlager „Das bisschen Haushalt“ anzustimmen. Nominiert waren Dunja Hayali, Caren Miosga und Marietta Slomka. Schöneberger dichtete dazu „Das bisschen Info macht sich von allein, sagt der Claus“.

Zumindest die Moderatorin Dunja Hayali fand das wenig lustig. Auf Twitter bedankte sie sich bei Reschke für die Kritik an der Anmoderation Schönebergers.

Reschkes Fazit: „Allen, die sich beschwert haben, dass ausgerechnet der Deutsche Fernsehpreis nicht im Fernsehen übertragen wird kann ich nur sagen: Seien Sie froh! Die Fernsehbranche hat nichts zu sagen.“

Von Nora Lysk/RND

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