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Medien Buhrufe und Kritik für Kollegah und Farid Bang
Nachrichten Medien Buhrufe und Kritik für Kollegah und Farid Bang
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06:28 13.04.2018
Die Musiker Kollegah (r) und Farid Bang. Quelle: dpa
Berlin

Deutliche Worte fand am Abend der Frontmann der Toten Hosen gegenüber dem Rapduo. Provokation sei ein wichtiges Stilmittel, sagte der 55-Jährige Campino. Habe Provokation aber eine frauenfeindliche, homophobe, rechtsextreme oder antisemitische Form, sei eine Grenze überschritten. Für seine Rede gab es vom Publikum Stehende Ovationen.

Kollegah gab sich davon unbeeindruckt. Als er die Bühne betrat, kündigte er ein „kleines Schulreferat“ an: „Sich als moralische Instanz aufzuspielen und uns an den Pranger zu stellen, ist stillos und gebührt so einem großen Künstler wie Campino nicht“, sagte er. Als Zeichen des Friedens habe er die Zeit genutzt und ein schönes Portrait gezeichnet, das er zu einem guten Zweck versteigern werde. Das Publikum reagierte mit Buhrufen.

Zuvor hatte Sänger Peter Maffay, der ebenfalls zur Verleihung in die Berliner Messehallen kam, ebenfalls Kritik an der Nominierung geübt: „Dass ausgerechnet am 12. April, dem Holocaust-Gedenktag in Israel, die Echo-Verleihung von dieser Nominierung überschattet wird, ist makaber und beschämend“, sagte Maffay „Bild.de“.

Die Shanty-Rocker von Santiano bekamen den Echo in der Kategorie volkstümliche Musik. Die Band aus Schleswig-Holstein erhielt den Preis für ihr Album „Im Auge des Sturms“. Für Santiano war es bereits der vierte Echo. Die Liste der Menschen, bei welchen sich die Musiker bedanken wollten, sei immer noch die gleiche wie beim ersten Echo, erklärte Sänger Björn Both.

Erster Echo für Mark Forster

Für Mark Forster war es nach mehreren Nominierungen der erste Echo. Der 34-Jährige erhielt den Preis in der Kategorie Künstler Pop national. „Ich hatte heute als ich hergekommen bin richtig Bock, einen Echo zu gewinnen“, sagte er auf der Bühne.

Zuvor hatten Alice Merton (Künstlerin Pop national), Milky Chance (Band Pop national) und Haiyti (Kritikerpreis) Preise abgeräumt. Wincent Weiss gewann die Auszeichnung als nationaler Newcomer. Luis Fonsi wurde als internationaler Newcomer geehrt. Der DJ Robin Schulz gewann den Echo in der Kategorie Dance national. Er konnte den Preis allerdings wegen Krankheit nicht selbst in Empfang nehmen.

Zwischendurch sorgten die Popstars Rita Ora, Shawn Mendes und Jason Derulo für musikalische Unterhaltung. Einen eher ungewöhnlichen Auftritt legte die Schlagersängerin Helene Fischer hin, die ihren Song „Lieb mich dann“ mit dem Jazzmusiker Götz Alsmann und dem Gitarristen Gregor Meyle.

Das sind die Echo-Gewinner

Die Preisträger de Echo-Verleihung 2018

Das sind die Gewinner der diesjährigen Verleihung des Musikpreises Echo, der am Donnerstag in Berlin verliehen wurde.

Album des Jahres: Ed Sheeran („÷ (Divide)“)

Hit des Jahres: Ed Sheeran („Shape Of You“)

Künstler Pop National: Mark Forster („TAPE“)

Künstlerin Pop National: Alice Merton („No Roots“)

Band Pop National: Milky Chance („Blossom“)

Schlager: Helene Fischer („Helene Fischer“)

Volkstümliche Musik: Santiano („Im Auge des Sturms“)

Hip-Hop/Urban National: Kollegah & Farid Bang („Jung, Brutal, Gutaussehend 3“)

Dance National: Robin Schulz („Uncovered“)

Rock National: Die Toten Hosen („Laune der Natur“)

Band International: Imagine Dragons („Evolve“)

Künstlerin International: Pink („Beautiful Trauma“)

Künstler International: Ed Sheeran („÷ (Divide)“)

Produzent National: Peter Keller („MTV Unplugged - Peter Maffay“)

Newcomer National: Wincent Weiss („Irgendwas gegen die Stille“)

Newcomer International: Luis Fonsi („Despacito & Mis Grandes Éxitos“)

Video National: Beatsteaks feat. Deichkind („L auf der Stirn“)

Kritikerpreis National: Haiyti („Montenegro Zero“)

Lebenswerk: Klaus Voormann

Soziales Engagement: Benefiz-Festival Peace X Peace von Fetsum Sebhat und Tedros Tewelde

dpa/RND

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