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Netzwelt „Wie erkläre ich Trumps Wahlsieg meinen Kindern?“
Nachrichten Medien Netzwelt „Wie erkläre ich Trumps Wahlsieg meinen Kindern?“
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19:57 09.11.2016
CNN-Kommentator Van Jones: „Du sagst Deinen Kindern: ’Sei kein Rüpel’ – und dann kommt das dabei heraus.“ Quelle: Youtube / National Review / CNN
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Washington

Van Jones ist Familienvater und scheint darauf zu achten, dass seine Kinder sich anständig benehmen. Dass sie andere Menschen respektieren. Dass sie niemanden beleidigen. Umso ratloser war er, als er das Ergebnis der US-Wahl kommentieren sollte. “Du sagst Deinen Kindern: ’Sei kein Rüpel.’ Du sagst Ihnen: ’Sei kein Fanatiker.’ Du sagst ihnen: ’Mach Deine Hausaufgaben und sei gut vorbereitet.’ Und dann kommt das dabei raus“, sagte Van Jones in der Wahlnacht im Fernsehsender CNN.

Viele Menschen hätten am Abend ihre Kinder zu Bett gebracht, sagte Van Jones weiter. Jetzt fürchteten sie sich vor dem Frühstück – weil sie dann ihren Töchtern und Söhnen erklären müssten, dass Donald Trump gewonnen hat. Dass also ein Mann der nächste Präsident der USA wird, der Muslimen die Einreise verbieten wollte, der an der Grenze zu Mexiko eine Mauer errichten lassen will, der einmal sagte, man könne Frauen einfach zwischen die Beine greifen, wenn man berühmt sei. „Wie soll ich das meinen Kindern erklären?“, fragte Van Jones.

„Ich sage meinen Töchtern die Wahrheit – so schmerzhaft sie auch ist“

Er sprach damit etwas an, was offenbar viele Eltern in den USA beschäftigt: Auf Twitter kommentierten Nutzer seinen Ausbruch vor laufender Kamera und stellten dieselbe Frage. Eine Antwort hatte zwar auch Van Jones nicht, der frühere umweltpolitische Berater von Barack Obama. Aber jemand anderes machte einen Vorschlag: der Journalist Dan Kois.

Im Online-Magazin „Slate“ schrieb er, „wie ich meinen Töchtern erkläre, was bei dieser Wahl passiert ist“. Er sei hin- und hergerissen. Er würde sie gerne vor schlechten Nachrichten beschützen. Sie sollten nicht erfahren, dass Hillary Clinton verloren hat. Trotzdem werde er es ihnen sagen. Und er werde ihnen sagen: „Wir haben in vier Jahren wieder die Chance, eine Frau zu wählen.“ Denn wenn er wolle, dass sich seine Töchter für eine bessere Welt einsetzten, dann müsse er ihnen die Wahrheit sagen – so schmerzhaft sie auch sei.

Von RND/wer

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