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Netzwelt Whatsapp gibt keine Daten an Facebook weiter – vorerst
Nachrichten Medien Netzwelt Whatsapp gibt keine Daten an Facebook weiter – vorerst
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17:10 09.11.2016
Facebook und WhatsApp sind sich ganz nahe – das Soziale Netzwerk hatte den Messenger gekauft. Nutzerdaten des Nachrichtendienstes sollen an den Mutterkonzern gehen. Quelle: dpa
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Dublin

Facebook hat nach dem Einschreiten von Datenschützern die Weitergabe von Daten europäischer WhatsApp-Nutzer an den Mutterkonzern ausgesetzt. Der vorläufige Stopp solle Behördenvertretern die Möglichkeit geben, ihre Sorgen vorzubringen, und Facebook die Zeit, diese abzuwägen, erklärte das weltgrößte Online-Netzwerk am Mittwoch.

WhatsApp mit rund einer Milliarde Nutzern hatte Ende August angekündigt, künftig die Telefonnummer des Nutzers an Facebook weiterzugegeben. Außerdem sollen mit der Konzernmutter Informationen darüber geteilt werden, wie häufig der Kurzmitteilungsdienst genutzt wird. Dadurch sollten die Werbung und die Freunde-Vorschläge in Facebook-Diensten verbessert werden, hieß es.

Britische Datenschützer wehren sich

In Großbritannien hatte Facebook die Datensammlung bereits zuvor eingestellt, wie der Technikdienst ZDNet vermeldete. Damit habe das Unternehmen auf eine Forderung der britischen Datenschutzbehörde Information Commissioner’s Office reagiert.

Deren Leiterin, Elizabeth Dunham, schrieb in einem Blogeintrag, dass „Nutzer nicht ausreichend geschützt werden.“ Facebook habe nicht genügend darüber informiert, was mit den Daten geschehe.

Nutzer konnten Datennutzung teilweise widersprechen

  WhatsApp-Mitglieder konnten nach Bekanntgabe der Datenweitergabe zumindest der Verwendung ihrer Daten für die Personalisierung von Facebook-Werbung und Freunde-Vorschläge widersprechen. Die Telefonnummer werde allerdings in jedem Fall mit Facebook geteilt, wenn man die App weiternutzen wolle, hieß es bisher.

In Deutschland ging der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar gegen den Plan vor und fordert, die Nutzer müssten selbst über die Weitergabe ihrer Daten entscheiden können. Aus Sicht von Facebook ist nicht Caspar zuständig, sondern die irische Datenschutzbehörde am Sitz des internationalen Geschäfts des Netzwerks. Aber auch die Datenschützer in Irland prüfen die Datenweitergabe.

Facebook versprach, Daten zu trennen

Facebook hatte WhatsApp vor rund zwei Jahren für etwa 22 Milliarden Dollar gekauft. Damals war erklärt worden, dass die Daten bis auf Weiteres getrennt bleiben und WhatsApp weiterhin unabhängig agieren solle. Auch jetzt wurde versichert, dass Facebook keinen Zugang zu Inhalten der Kurznachrichten bekomme – auch weil diese verschlüsselt seien.

Von dpa/RND/cf

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