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Netzwelt VR auf der Gamescom: Ausflug in die virtuelle Realität
Nachrichten Medien Netzwelt VR auf der Gamescom: Ausflug in die virtuelle Realität
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13:47 22.08.2018
Spieler im Holocafé auf der Gamescom. Quelle: Manngold/imago
Köln

Bei VR bleiben sie doch alle stehen. Eigentlich ist die Technologie der „virtuellen Realität“ nun ja schon ein paar Jahre alt. Trotzdem ist es immer noch ein faszinierender Anblick, wenn wie auf der Gamescom in Köln, Menschen Brillen aufsetzen, in eine völlig andere Welt abtauchen und auf eine Umwelt reagieren, die von Außen nicht zu sehen oder hören ist.

So wie am Messe-Stand von Facebook: Dort hat sich eine junge Frau eine Oculus-Brille aufgesetzt und spielt nun „Marvel Powers United VR“. Der Spider-Man, den sie dabei steuert, steht heftig unter Beschuss. Die Frau bleibt mit den Füßen fest stehen, bewegt aber ihren Oberkörper in alle Richtungen. „Wow!“, ruft sie überrascht, als sie sich umdreht und plötzlich ein Gegner neben ihr auftaucht.

VR macht das Spieleerlebnis intensiver

Die VR-Technologie soll die Spielerfahrung noch intensiver machen. Die Spieler sollen völlig in eine andere Welt eintauchen. Denn statt auf einen Bildschirm zu schauen, setzen sie eine spezielle Brille auf. Dann können sie den Kopf drehen, wie sie wollen – sie bleiben immer Teil der Spielewelt, die sie wie eine Kugel umschließt.

Besonders Sony setzt auf der diesjährigen Gamescom einen Fokus auf VR. Wer sich am Messestand einen Termin geben lässt, kann zum Beispiel die Playstation VR Spiele „Astro Bot Rescue Mission“ oder „Blood Truth“ spielen. Erst vor wenigen Tagen gab das Unternehmen auf dem Playstation Blog bekannt, dass man weltweit bisher drei Millionen Playstation VR-Systeme verkauft habe. Wird 2018 also nun tatsächlich endlich das „Jahr der VR“? Das Jahr, in dem die Technologie ihren wirklichen Durchbruch – den viele schon für 2017, andere schon für 2016 erwartet hatten – erlebt?

Der Sony-Messestand. Quelle: Manngold/imago

VR bringt die Spielhallen zurück

Tatsächlich sind die wenigsten Menschen schon mit einem VR-System ausgestattet. Auf diese Weise sorgt die Technologie dafür, dass die Videospielhallen zurückkommen: In vielen Städten kann man VR-Lounges oder andere Spielräume besuchen, um zum Beispiel gemeinsam mit Freunden VR-Spiele zu zocken – ein bisschen so wie früher an den Arcade-Automaten.

Auch in den Holocafés, die es schon in mehreren deutschen Städten gibt, kann man mit Freunden in eine gemeinsame virtuelle Realität eintauchen. Wer das Prinzip auf der Gamescom testen will, bekommt eine HTC Vive aufgesetzt und zwei Kontroller in die Hand gedrückt. Dann kann es losgehen. In mehreren kleinen Mini-Games treten die Spieler gegeneinander an, müssen zum Beispiel mit einem virtuellen Kescher Schmetterlinge fangen, unter Zeitdruck Burger stapeln oder die Tanz-Moves eines Froschs nachmachen. Wer die meisten Punkte sammelt, gewinnt. Die Technik übersetzt dabei nicht nur die eigenen Bewegungen in die digitale Umgebung, sondern auch die der Mitspieler – so dass man sich auch mal mit virtuellem Käse bewerfen kann.

Am perfekten VR-Erlebnis wird noch gebastelt

An die umfassende virtuelle Umgebung hat man sich schnell gewöhnt. Ungewohnt ist eher die Tatsache, dass man sich zum Spielen tatsächlich bewegen muss. Um in einem Spiel eine Kiste aufzuheben, muss man am PC nur mit der Maus klicken, hier dagegen tatsächlich in die Hocke gehen.

Dass die Technologie noch lange nicht an ihrem Ende angekommen, an der perfekten VR-Erfahrung noch gebastelt wird, zeigen die Cybershoes. Die speziellen „Schuhe“ des österreichischen Unternehmens sollen es möglich machen, auch in der virtuellen Realität zu gehen und zu rennen – ohne dabei in echte Wände zu krachen.

Von Anna Schughart/RND

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