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Netzwelt Twitter will Belästigung und Hass strenger verfolgen
Nachrichten Medien Netzwelt Twitter will Belästigung und Hass strenger verfolgen
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11:24 18.10.2017
Twitter-Chef Jack Dorsey Quelle: imago stock&people
Hannover

Twitter-Chef Jack Dorsey hat über seinen Account angekündigt, dass der Kurznachrichtendienst sich in Zukunft intensiver mit der Durchsetzung der Twitter-Regeln beschäftigen wird. So sollen unerwünschte Verhaltensweisen, wie Hass und Belästigungen, von der Plattform verbannt werden.

Schon 2016 wurden dazu die Richtlinien aktualisiert und das verantwortliche Team vergrößert. Zudem haben Nutzer die Möglichkeit, Tweets zu melden und bestimmte Keywords zu blockieren.

Dorsey gab in seinem acht Tweets langem Statement zu, dass das nicht genug gewesen sei. 2017 habe das Thema oberste Priorität und es seien bereits Fortschritte gemacht worden. Die neuen Regeln sollen ungewollte sexuelle Annäherung, Missbrauch von Nacktbildern, Hasssymbole sowie gewaltbereite Gruppen und Tweets, die Gewalt verherrlichen, unterbinden.

Weiteres zu den neuen Regeln werde in den kommenden Wochen veröffentlicht.

Hintergrund dessen ist unter anderem, dass immer wieder Bots automatisch Nachrichten verbreiten. Zuletzt wurden zur Bundestagswahl eine Vielzahl solcher Bots entdeckt, die mutmaßlich im Auftrag der AfD die Wahlentscheidung beeinflussen sollten. Mithilfe solcher Bots werden massenweise „Fake News“ in sozialen Netzwerken verbreitet und Hashtags missbraucht. Nutzer hatten kritisiert, dass Twitter nicht genug dagegen unternehme.

Auch der Vergewaltigungsskandal um den US-Regisseur Harvey Weinstein hat indirekt Einfluss auf die strengeren Richtlinien und deren Einhaltung. Die Schauspielerin Rose McGowan („Charmed“) wurde für eine kurze Zeit von dem Dienst gesperrt. Andere Twitter-Nutzer brachten das in den Zusammenhang mit ihren Äußerungen zu Weinstein. Sie war eine der ersten, die offen sagte, von Weinstein vergewaltigt worden zu sein. Dorsey sagte aber, dass McGowan gesperrt wurde, weil sie eine private Telefonnummer veröffentlichte. Der Vorfall zeigte, wie Twitter mit Missbrauch seiner Plattform umgeht.

Von Ariane Fries/RND

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