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Netzwelt Telekom-Störung: BSI geht von Cyber-Angriff aus
Nachrichten Medien Netzwelt Telekom-Störung: BSI geht von Cyber-Angriff aus
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18:31 28.11.2016
Bei den massiven Ausfällen von Routern der Deutschen Telekom hat es sich nach Erkenntnissen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) um einen gezielten Angriff gehandelt. Quelle: afp
Berlin/Bonn

Der Vorfall sei „einem weltweiten Angriff“ auf DSL-Router zuzuordnen, teilte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Montag mit. Auch die Telekom geht davon aus, „dass auf die Router von außen Einfluss genommen wurde“, wie ein Sprecher sagte. Ein endgültiges Ergebnis sollten die Analysen des Unternehmens in den nächsten Tagen bringen.

Die Probleme mit den Routern hatten am Sonntag begonnen. Am Montagmorgen erklärte das Unternehmen, betroffen seien rund 900.000 von etwa 20 Millionen Festnetzkunden. Im Laufe des Tages reduzierte sich die Zahl den Angaben zufolge „deutlich“.

BSI: Angriffe auch auf deutsches Regierungsnetz

Das BSI erklärte, die Probleme bei den Telekom-Kunden stünden in Zusammenhang mit einer globalen Attacke, bei denen „ausgewählte Fernverwaltungsports“ von Routern angegriffen würden. Ziel sei es, die Geräte mit Schadsoftware zu infizieren. Entsprechende Angriffe seien auch im deutschen Regierungsnetz registriert worden. Dort seien sie aber „auf Grund funktionierender Schutzmaßnahmen folgenlos“ geblieben.

Auch der Telekom-Sprecher sagte, auf die Router sei offenbar Schadsoftware aufgespielt worden. Diese führe dazu, dass sich die Geräte nicht mehr mit dem Telekom-Netzwerk verbinden könnten. Das Problem betrifft demnach verschiedene Router-Modelle – welche genau, werde weiter analysiert. Wann das Problem endgültig behoben sein wird, lasse sich nicht voraussagen, räumte der Sprecher ein.

Telekom: „Die Software-Updates greifen“

Der Fehler sei durch ein Software-Update „neutralisierbar“, das derzeit ausgerollt werde, erklärte das Unternehmen am Montagnachmittag. „Die eingespielten Patches und Software-Updates greifen“, sagte ein Telekom-Sprecher. Damit die frische Software aktiviert werde, müssten die Kunden ihren Router für 30 Sekunden vom Strom trennen. Nach dem Wiederanschließen werde das Update automatisch heruntergeladen. Alternativ sei es unter telekom.de/stoerung verfügbar. Auch bei Nutzung dieses Weges sei eine zwischenzeitliche Trennung vom Strom nötig.

Die Telekom bot betroffenen Kunden einen Ausgleich an (Mehr dazu lesen Sie hier): Wer gleichzeitig auch einen Mobilfunkvertrag hat, bekommt einen kostenlosen Tages-Pass für den mobilen Internet-Zugang. Kunden ohne Telekom-Mobilfunkvertrag könnten über die T-Punkte vor Ort Hilfe bekommen, teilte das Unternehmen mit.

Von dpa/afp/RND

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