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Netzwelt Super Mario hüpft jetzt auch auf dem iPhone
Nachrichten Medien Netzwelt Super Mario hüpft jetzt auch auf dem iPhone
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08:09 16.12.2016
Szenen aus „Super Mario Run“ auf dem iPhone. Quelle: nintendo / apple
Tokio

Benutzer eines iPhones können „Super Mario Run“ seit Donnerstag über den App Store herunterladen. Die ersten Level sind kostenlos. Wer das Spiel komplett durchspielen will, muss einmalig 9,99 Euro bezahlen. Weitere Kosten soll es aber nicht geben, versichert Nintendo. Allerdings ist eine Internetverbindung notwendig, um „Super Mario Run“ zu spielen. Und zunächst gibt es das Spiel nur auf dem iPhone.

Die Bedienung ist einfach. Super Mario rennt von alleine durch ein Level. Der Spieler muss auf den Bildschirm tippen, damit der Kult-Klempner über Hindernisse hüpft auf Gegner springt – und je länger der Benutzer auf das Display drückt, umso höher und weiter hüpft und springt seine Spielfigur. Auf diese Weise kämpft sich Super Mario durch sechs Welten mit jeweils 24 Levels, um am Ende Prinzessin Peach aus den Fängen des Bösewichts Bowser zu befreien. Es ist ein ideales Spiel für zwischendurch.

Für Nintendo ist „Super Mario Run“ mehr als ein Spiel

Das Spiel wird von Apple und Nintendo allen Nutzern ab vier Jahren empfohlen. Auf dem Smartphone müssen mindestens 173 MB frei sein, um die App zu installieren. Es läuft auf iPhone-, iPad- und iPod-Modellen mit dem Betriebssystem iOS 8.0 oder höher. Nintendos Bezahlmodell ist fairer als die sonst übliche „Free-to-Play“-Version: Zwar muss der Spieler 9,99 Euro bezahlen, damit alle Level freigeschaltet werden – aber nur einmalig. Bei anderen Apps muss er dagegen entweder viel Geduld aufbringen oder immer wieder kleine Beträge überweisen – und diese können sich schnell summieren.

Für Hersteller Nintendo geht es um viel mehr als nur ein Handy-Spiel. Die japanische Traditionsfirma wagt einen Schritt, der ihr den Weg in die Zukunft weg von den heutigen Problemen ebnen könnte – oder möglicherweise auch rapide die Grundlagen ihres heutigen Geschäftsmodells aushöhlt. Lange weigerte sich das Unternehmen hartnäckig, seine beliebten Spielefiguren auf die Computer-Handys zu bringen.

Die Japaner hofften auf die Anziehungskraft von Super Mario, Zelda und Co. – wer damit spielen will, muss sich eine Nintendo-Konsole kaufen. Außerdem bekommt man beim Verkauf eines Konsolen-Spiels gleich seine 40 bis 60 Euro oder Dollar. Die Kunden jedoch spielen gern auf dem Smartphone, Nintendo bekommt das inzwischen durch sinkende Verkäufe seiner Konsolen und der Spiele dafür zu spüren. Deswegen wurde der Einstieg ins Geschäft mit Handy-Games inzwischen unausweichlich.

Von dpa/RND/wer

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