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Netzwelt So teuer sind Gratis-Spiele-Apps wirklich
Nachrichten Medien Netzwelt So teuer sind Gratis-Spiele-Apps wirklich
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17:30 20.11.2017
Quelle: @ Goodluz - depositphotos.com
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Sie fangen an zu spielen und haben Spaß daran. Sobald Sie ein wenig aufsteigen und mehr können, finden Sie ernstlich Gefallen am Spiel – und plötzlich müssen Sie warten, bis Sie weiterspielen können. Oder Sie erfahren, dass Sie keine bessere Ausrüstung bekommen werden, wenn Sie nicht einen sogenannten In-App-Kauf tätigen. Ihr kostenfreies Spiel ist also auf einmal nicht mehr kostenfrei: Für bestimmte Funktionen müssen Sie bezahlen.

Erfolg kann man in Gratis-Spiele-Apps kaufen

Besonders gemein ist es, wenn Freunde von Ihnen auch dieses Spiel spielen und viel besser ausgerüstet sind als Ihr Held, weil sie bereits einen Kauf getätigt haben. Doch dieses Konkurrenzdenken ist nicht einmal nötig: Wer schon eine gewisse Zeit in ein Spiel investiert hat, möchte im Normalfall auch weiterkommen. Außerdem blinkt Ihnen oft unübersehbar der Kaufen-Button entgegen, oder Sie bekommen laufend Einblendungen, die Sie über die Möglichkeit informieren.

Strategien gegen den In-App-Kauf

Wissen Sie, dass Sie zu unüberlegten Käufen in Spielen neigen, können Sie sich selbst überwachen. Besonders leicht gehen die In-App-Käufe in Gratis-Spielen nämlich vor sich, wenn Sie Ihre Zahlungsmethoden im Handy gespeichert haben. Falls Sie dafür nicht einmal ein Passwort eingeben müssen, ist der Kauf schnell mit einem Tipp getätigt – sogar unabsichtlich kann das vorkommen. Verzichten Sie also am besten darauf, Ihre Zahlungsmethoden zu speichern.

Möchten Sie auf die Speicherung nicht verzichten, stellen Sie im Android-Gerät im Menü des Google-Play-Stores in den Einstellungen an, dass eine PIN für Käufe verwendet werden muss. So bremsen Sie sich selbst ein wenig aus. Apple-Kunden können unter den Einstellungen beim Punkt „Allgemein/Einschränkungen“ angeben, dass die In-App-Käufe komplett deaktiviert werden sollen. Alternativ schützen Sie sie auch hier mit einem Passwort. Informieren Sie sich vor dem Herunterladen des Spiels über notwendige In-App-Käufe und verzichten gegebenenfalls lieber.

Wenn Sie mit Ihren Daten bezahlen

Manche Hersteller von Gratis-Spielen möchten Ihre Daten statt Ihres Geldes. Innerhalb der EU sind sie dazu verpflichtet, Sie darüber zu informieren, was sie mit Ihren Daten vorhaben. Wenn Sie daher die Nutzungsbedingungen nur herunterscrollen und akzeptieren, darf der Hersteller Ihre Daten möglicherweise zu Werbezwecken verkaufen. Hat der Hersteller seinen Sitz nicht innerhalb der EU, muss er Sie über den geplanten Datenverkauf nicht einmal informieren. Spielen Sie also lieber keine Gratis-Spiele, für die Sie erst viele Ihrer Daten preisgeben müssen!

Bildcredit: depositphotos.com/ Goodluz

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