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Netzwelt Snapchat bringt Kamerabrille nach Deutschland
Nachrichten Medien Netzwelt Snapchat bringt Kamerabrille nach Deutschland
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09:20 02.06.2017
Mit der Brille versucht sich Snapchat auch von Konkurrent Instagram abzusetzen. Quelle: dpa
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Berlin

In den USA gab es die Snapchat-Kamerabrille schon seit vergangenem Herbst zu kaufen, jetzt ist Deutschland an der Reihe. Die Betreiberfirma Snap will das Gerät auch hier über gelbe Automaten verkaufen, die für kurze Zeit an verschiedenen Orten auftauchen.

Am Freitag tauchte ein Automat in Berlin am Kletterpark MountMitte auf. In Paris stand er an der Seine mit dem Eiffelturm im Rücken und in London vor dem Riesenrad London Eye. Außerdem stand ein „Snapbot“-Automat am Hafen von Barcelona und in Italien passenderweise in Venedig – Snap hat seinen Sitz in Venice Beach bei Los Angeles.

Zuletzt machte Snapchat gewaltige Verluste

Die „Spectacles“-Brille nimmt auf Knopfdruck bis zu zehn Sekunden lange Videos auf, die dann bei Snapchat hochgeladen werden können. Der Preis hierzulande liegt bei 149,99 Euro. Die eingebaute Kamera filmt die Umgebung in einem Winkel von 115 Grad. Die Clips werden danach per Bluetooth-Funk oder WLAN ans Smartphone übermittelt.

Snapchat steht weiterhin in einem starken Konkurrenzkampf mit Instagram und Facebook. Snap wurde mit seinen von allein verschwindenden Fotos in der Snapchat-App populär, will aber inzwischen als innovativer Kamera-Anbieter wahrgenommen werden. Zuletzt machte Snap Inc. große Verluste – satte 2,2 Milliarden Dollar allein im ersten Quartel 2017.

Vorerst keine Datenschutzbedenken

In den USA sind die Kamera-Brillen seit Herbst für 129,99 Dollar auf dem Markt. Zusätzlich zu den wandernden „Snapbot“-Automaten, deren nächster Standort 24 Stunden vorher im Internet angezeigt wird, gibt es auch drei langfristigere Pop-up-Stores in Kalifornien.

Snap nennt keine Absatzzahlen, aber die jüngsten Quartalsergebnisse legten nahe, dass im vergangenen Vierteljahr bis zu 60.000 davon verkauft wurden. Zugleich hieß es Anfang Mai, mit der Brille seien bisher fünf Millionen „Snaps“ gemacht worden.

Datenschutzbedenken angesichts der Funktion wurden in den USA im Gegensatz zur inzwischen eingestellten Datenbrille Google Glass nicht laut.

Von RND/dpa

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