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Netzwelt Schütteln Sie lästige Netzverfolger ab
Nachrichten Medien Netzwelt Schütteln Sie lästige Netzverfolger ab
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19:00 20.11.2017
Online-Tracker verfolgen unbemerkt auf fast jeder Webseite den Internetnutzer. Bestimmte Programme können die Privatsphäre schützen. Quelle: picture alliance
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Hannover

Sie verfolgen Internet-User auf Schritt und Tritt – kaum ein Klick, der unbemerkt bleibt: Auf nahezu jeder Internetseite lauern sogenannte Tracker. Das sind kleine Spionageprogramme, mit denen Firmen das Surfverhalten eines jeden Nutzers auskundschaften, um später unter anderem auf das Nutzerprofil möglichst perfekt zugeschnittene Werbung zu offerieren. Das Fatale: Internet-User merken davon meist nichts, denn die Tracker arbeiten im Hintergrund. Wer etwa regelmäßig die Seite des Internetgroßhändlers Amazon aufruft, über Google zum Thema Kredite recherchiert oder sich wiederholt Gartentipps im Netz holt, darf sich nicht wundern, wenn im Anschluss entsprechende Werbung auf dem Schirm aufploppt.

Grundsätzlich ist gegen Werbung im Netz auch wenig einzuwenden, denn viele Gratisdienste müssten ohne Werbeeinnahmen Nutzungsgebühren erheben oder den Betrieb einstellen. Das Problem allerdings sind die Unmengen an Nutzerdaten, die für die Werbung erfasst werden.

So schütteln Sie die Verfolger ab

Dagegen können Surfer sich wehren. Mit Tracking-Blockern lassen sich allzu neugierige Verfolger abschütteln. Viele dieser Blocker werden direkt in den Browser wie Chrome oder Firefox integriert. Ein Vorgang, der oftmals binnen einer Minute abgeschlossen ist. Doch welche Blocker taugen? Die Stiftung Warentest hat genauer hingeschaut und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Unterschiede groß sind. Einige Programme blocken nur 3 Prozent der Tracker, andere kommen auf über 80 Prozent. Grundsätzlich aber gilt: Jeder Blocker ist besser als gar keiner. Die besten Erfahrungen machten die Tester mit uBlock Origin. Das Programm, wie alle anderen getesteten Programme in der Basisversion kostenlos, bietet eine gute Balance aus Schutzfunktionen und geringen Surfeinschränkungen. 77 Prozent aller Onlinetracker konnten durch das Programm erfolgreich blockiert werden. Auch der Blocker Cliqz Add-on kam in der Gesamtbewertung auf „sehr gut“.

Zwar gab es mit No Script und Scriptsafe zwei Programme, die mehr Tracker blockierten, dafür aber Inhalte wie Fotos und Videos verschwinden ließen und die entsprechenden Seiten so unbrauchbar machten. In diesem Fall empfehlen die Tester Nutzern, die Intensität des Blockens in den Programmeinstellungen abzuschwächen.

Der Blocker Cliqz Add-on kam im Gesamturteil ebenfalls auf „sehr gut“. Quelle: Montage: RND/Anbieter
Das kostenlose Programm uBlock Origin brachte im Test die besten Ergebnisse. Quelle: Montage: RND/Anbieter

Tipp

Wer seine Privatsphäre im Netz schützen will, dem raten die Experten von der Stiftung Warentest neben dem Setzen eines Tracking-Blockers zu weiteren Maßnahmen: Auch wenn es unbequem ist, sei es sinnvoll, sich jedes Mal separat anzumelden, wenn online ein Dienst verwendet wird. Bleibt man immer eingeloggt, erleichtert das Trackern die Arbeit. Darüber hinaus sei es sinnvoll, seine Daten zu streuen und nicht zu viele Dienste aus einer Hand zu nutzen – wie etwa Apple oder Google. Zusätzlich bieten viele Browser einen Inkognito-Modus, bei dem lokal kein Browserverlauf gespeichert wird. In Chrome erreicht man diese Funktion über die Tastenkombination Strg + Umschalten + N, bei Firefox über Strg + Umschalten + P.

Von RND/dpa

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