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Netzwelt Ryanair sucht Bewerber für schlechtesten Job Irlands
Nachrichten Medien Netzwelt Ryanair sucht Bewerber für schlechtesten Job Irlands
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16:29 08.11.2016
Immer gut für den großen Auftritt: Ryanairchef Michael O’Leary.  Quelle: dpa
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Dublin

Der 55-Jährige kann vor Kraft kaum laufen. Nie zuvor sahen die Zahlen beim Billigflieger aus Irland besser aus. Mehr Passagiere, mehr Flugstrecken, mehr Umsatz – die Fluggesellschaft fliegt in die ganz große Gewinnzone. Wohl auch, wegen der PR-Künste ihres Chefs. Michael O’Leary versteht die Werbung wie kaum ein anderer CEO. Je ausgefallener, desto besser. So taucht der 55-Jährige gerne auch mal im Robin-Kostüm im Batmobil auf – gewöhnlich kann halt jeder. „Albern und lächerlich funktioniert nun einmal, und ich kann albern und lächerlich eben ganz gut“, sagte er damals. Bestechend ehrlich.

Und genau so offen hat der Ire seine aktuellen Jobgesuche formuliert. O’Leary sucht einen neuen Assistenten (Was mit dem alten geschah, ist nicht bekannt). Beschreibung: Schlechtester Job in Irland zu vergeben.

Dickes Fell und bloß kein Fan von Manchester United

Voraussetzung: Dickes Fell, ein breites Repertoire an Wiegenlieder und auf keinen Fall Fan von Manchester United. Das seien zwar keine sofortigen Ausschlusskriterien – schließlich soll niemand gemobbt werden –, Bewerber mit diesem Hintergrund müssten aber fürchten, „überwältigt, gefoltert und erschossen“ zu werden. Gleiches gilt auch für Fahrradfahrer.

Weitere Anforderungen, die eher einem Terrorlager in Afghanistan denn Vorstandsbüro eines Billigfliegers entsprechen: kein Kontakt zur Außenwelt, kein Verlangen nach Schlaf und ein großes Bedürfnis nach Schwachsinnigem.

Wer also Lust hat, sich einem „missverstandenen, aber geliebten“ CEO unterzuordnen, der kann seine Bewerbung gerne abschicken. Wer in seinem Lebenslauf aber eine Tätigkeit als Berater aufführt, soll sich eines im Klaren sein: „Jeder Idiot, der irgendwo rausgeschmissen wird, taucht wieder als Berater auf“, sagt Michael O’Leary vor nicht allzu langer Zeit. „Ich habe bislang noch jeden erschossen, der in mein Büro gekommen ist.“ Gut zu wissen...

Von RND/Carsten Bergmann

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