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10:36 10.12.2016
Gegen den ehemaligen „Cumhuriyet“-Chefredakteur Dündar läuft in Istanbul ein Verfahren wegen angeblicher Unterstützung einer terroristischen Organisation.  Quelle: dpa
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Berlin

Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ bittet zum Tag der Menschenrechte am Sonnabend darum, auf Social-Media-Kanälen wie Facebook und Twitter Artikel verfolgter Journalisten zu posten. Mit dem „digitalen Exil“ für einen Tag solle auf die zunehmenden Repressalien gegen Journalisten weltweit aufmerksam gemacht werden, kündigte die Journalistenorganisation am Freitag in Berlin an.

„Reporter ohne Grenzen“ stellt dafür Artikel des türkischen Journalisten Can Dündar, der bahrainischen Journalistin Nazeeha Saeed und des simbabwischen Journalisten Ray Mwareya sowie Profilbilder und Banner für Facebook und Twitter zur Verfügung. Das Material ist auf der Internetseite „www.digitales-exil.org“ abrufbar.

„Digitales Exil“: Um welche Journalisten geht es?

Gegen den ehemaligen „Cumhuriyet“-Chefredakteur Dündar läuft in Istanbul ein Verfahren wegen angeblicher Unterstützung einer terroristischen Organisation. Bereits zuvor war er nach einem Artikel über türkische Waffenlieferungen an Islamisten in Syrien zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Dündar lebt mittlerweile in Berlin, seine Frau darf die Türkei nicht verlassen. „Sein Fall steht symbolisch für die Willkür, mit der die türkische Regierung gegen kritische Journalisten vorgeht“, erklärt die Organisation „Reporter ohne Grenzen“.

Nazeeha Saeed aus Bahrain arbeitet als Korrespondentin unter anderem für den Sender France24 und wurde wegen ihrer Arbeit 2011 inhaftiert, im Juni 2016 erteilten ihr die Behörden ein Ausreiseverbot. Saeed ist Gewinnerin des Johann-Philipp-Palm-Preises für Meinungs- und Pressefreiheit.

Ray Mwareya ist freiberuflicher Journalist aus Simbabwe und arbeitet für das „Global South Development Magazine“ und schrieb unter anderem über die Verstrickungen der Politik in der Kaffeeindustrie. In der Folge erhielt er Drohungen und tauchte kurzzeitig unter. Im Februar war er auf ROG-Einladung im Rahmen des Auszeit-Stipendiums für drei Monate in Deutschland.

Von epd/RND

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