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20:03 01.06.2018
Klassiker: Der springende Affe Donkey Kong ist zurück. Quelle: Nintendo
leipzig

Donkey Kong hat es wahrlich nicht leicht: Obwohl er seinen ersten Auftritt gemeinsam mit Klempner Mario 1981 im Arcade-Klassiker “Donkey Kong“ hatte, reichte es nie zum ganz großen Ruhm. Als B-Promi in der Liste der Nintendo-Maskottchen bekommt er dennoch alle paar Jahre ein neues Spiel spendiert, in dem er seinen Dschungel vor fremden Gefahren retten muss.

In “Donkey Kong Country: Tropical Freeze“ – vor vier Jahren bereits für die Konsole “Wii U“ erschienen und nun in neuer Auflage für die Switch erhältlich – kommen die Gefahren aus der antarktischen Kälte des Südpols. Eine Armada von Wikinger-Pinguinen überrennt das Tropenparadies, weshalb DK und seine Kumpane zur nächsten Rettungsmission aufbrechen müssen.

Die größte Stärke des Spiels ist die schier überbordende Kreativität im Leveldesign. Quelle: Nintendo

Zu einem kritischen Statement über den Klimawandel taugt diese Prämisse zwar nicht, dafür aber für ein hervorragendes Jump and Run klassischer Machart. Denn nicht nur bei der Handlung, auch bei der Steuerung gibt sich das Spiel simpel: laufen, springen, greifen, stampfen und rollen reichen aus. Die Bewegungen gehen nach kurzer Zeit flüssig von der Hand, die Bedienung ist Nintendo-typisch absolut präzise.

Das ist auch bitter nötig, denn “Tropical Freeze“ ist ein sehr schweres Spiel. Das zeigt sich besonders bei den Bossen und in den Rennlevels, in denen der krawattentragende Affe unter anderem in einer Lore unterwegs ist. Da Donkey Kong nur zwei Treffer verträgt und blitzschnelle Reflexe gefordert sind, stellt ein Dutzend Neustarts pro Level eher die Regel als die Ausnahme dar.

“Donkey Kong Country: Tropical Freeze“ ist vor vier Jahren bereits für die Wii U erschienen und nun in neuer Auflage für die Switch erhältlich. Quelle: Nintendo

Ein Freund kann helfend eingreifen. Der Koop-Modus macht das Spiel spaßiger, aber auch schwieriger, da jeder Neustart zwei Extraleben verbraucht und sich viele Sprungpassagen leichter allein meistern lassen. Immerhin können Dixie, Diddy und Cranky Kong, wie die Begleiter heißen, so lange auf DKs Rücken kraxeln.

Wer den Frust eindämmen will, kann den einsteigerfreundlichen Funky-Modus nutzen, der aber nur zu Beginn gewählt werden kann. Optisch bewegt sich “Tropical Freeze“ auf hohem, wenn auch nicht spektakulärem Niveau. Dafür überzeugt das Spiel akustisch mit überaus launigen und eingängigen Melodien.

Seine größte Stärke aber ist die schier überbordende Kreativität im Leveldesign: Die sieben Welten in verschiedensten Settings – Alpen, Savanne oder unter Wasser – bieten stets neue Bedingungen, Herausforderungen, Hindernisse und Aufgaben. Dank unzähliger versteckter Extras bleibt auch der Wiederspielwert hoch.

“Donkey Kong Country: Tropical Freeze“ gibt es für Nintendo Switch und kostet 50 Euro.

Von Christian Neffe

Roboter können auch im Journalismus helfen. Das mag für schnelle Informationsvermittlung hilfreich sein – den Reporter können sie jedoch nicht ersetzen, meint unser Gastkolumnist Tobias Gostomzyk.

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