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Netzwelt Jack Dorsey denkt über Änderungen bei Twitter nach
Nachrichten Medien Netzwelt Jack Dorsey denkt über Änderungen bei Twitter nach
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12:47 16.08.2018
Twitter-Chef Jack Dorsey überdenkt Kernelemente der Plattform. Quelle: Andrew Gombert/dpa
San Francisco

Die Debatte rund um den Verschwörungstheoretiker Alex Jones scheint nicht spurlos an Jack Dorsey vorbeigegangen zu sein. Zumindest überdenkt der Twitter-Chef gerade Kernelemente seiner Plattform im Hinblick darauf, wie sie die Verbreitung von Hassrede, Belästigungen und falschen Nachrichten entgegen wirken können. Das verriet Dorsey in einem Interview mit der Washington Post.

So probiert Twitter gerade die Möglichkeit aus, Tweets mit einem falschen Inhalt in einen richtigstellenden Kontext einzubetten. Werde zum Beispiel ein Tweet eines Fake-Accounts weit verbreitet, könnten Tweets, die ihn als offensichtlich falsch bezeichnen, für andere Nutzer hilfreich sein, um sich selbst eine Meinung zu bilden, so Dorsey.

Twitter könnte zukünftig Bots kennzeichnen

Auch kann sich der Twitter-Chef vorstellen, Bots als solche zu kennzeichnen oder die Art und Weise, wie auf Twitter „Likes“ und Follower-Zahlen dargestellt werden, zu überarbeiten. „Das Wichtigste, was wir tun können, ist die Anreize, die wir in unser Produkt einbauen, zu untersuchen“, sagte Dorsey gegenüber der Washington Post. Sie spiegelten wider, was die Nutzer mit dem Produkt tun sollten. „Und ich denke, dass sie nicht mehr richtig sind.“

Der Kampf gegen Falschnachrichten und Hassrede beschäftigt derzeit nicht nur Twitter, sondern auch andere Social-Media-Plattformen. So muss WhatsApp sich beispielsweise mit der Frage auseinandersetzen, wie das Unternehmen verhindern kann, dass über den Messenger verbreitete Falschnachrichten tödliche Konsequenzen haben. Und eine Recherche von Reuters fand heraus: Facebook hat es in Myanmar versäumt, gegen Attacken auf die Rohingya vorzugehen.

Weiteres Beispiel: Alex Jones

Die Debatte um den Verschwörungstheoretiker Alex Jones ist ein weiteres Beispiel. Jones ist einer der einflussreichsten Verschwörungstheoretiker der USA. Der Mann hinter „Infowars“ hatte unter anderem behauptet, das Massaker an der Sandy-Hook-Grundschule mit 20 getöteten Kindern sowie sechs erwachsenen Todesopfern im Jahr 2012 sei ein Schwindel. Spotify, Facebook, YouTube und Apple hatten nach und nach Jones beziehungsweise den „Infowars“-Content von ihren Plattformen entfernt.

Twitter-CEO Dorsey hatte das zunächst abgelehnt, mit dem Verweis darauf, dass Jones nicht gegen die Regeln von Twitter verstoßen habe. Am 15. August dann wurde Jones von Twitter für eine Woche gesperrt.

Von asu/RND

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