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Netzwelt Instagram attackiert Snapchat
Nachrichten Medien Netzwelt Instagram attackiert Snapchat
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12:45 22.11.2016
Facebook hatte lange um Snapchat geworben – nun kopiert die Facebook-Tochter Instagram entscheidende Funktionen des Konkurrenten. Quelle: dpa
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San Francisco

Das zum Facebook-Konzern gehörende Fotonetzwerk Instagram greift mit neuen Funktionen den Konkurrenten Snapchat an. Instagram-Nutzer können über den Messenger-Dienst Direct jetzt auch Fotos und Videos senden, die direkt nach dem Betrachten durch den Empfänger automatisch gelöscht werden, wie das Unternehmen in einem Blogeintrag mitteilte. Wenn der Empfänger die Inhalte speichert oder per Screenshot aufnimmt, wird der Absender demnach informiert.

Gefährlichster Konkurrent für Facebook

Damit übernimmt Instagram die Kernfunktion von Snapchat. Der Messengerdienst erlaubt es seinen Nutzern, Videos, Bilder und Textnachrichten zu schicken, die nach dem Ansehen wieder verschwinden. Das zieht vor allem jüngere Smartphone-Nutzer an; bei ihnen ist Snapchat sehr beliebt. Der Dienst hat nach eigenen Angaben mehr als 100 Millionen Nutzer. Viele Analysten sehen Snapchat als gefährlichsten Konkurrenten für Facebook.

Die neuen Instagram-Funktionen sind nach Angaben des Unternehmens ab sofort und weltweit verfügbar. Daneben kündigte das Netzwerk an, „in den nächsten Wochen“ Live-Videoübertragungen zu ermöglichen. Diese sollen ebenfalls nur im Augenblick des Geschehens zu sehen sein und danach sofort verschwinden. Auch hier ahmt Instagram die Konkurrenz nach: Die Funktionen ähneln denen der zum Kurzbotschaftendienst Twitter gehörenden Video-App Periscope.

Umfrage: Facebook ist out

Instagram hat etwa 500 Millionen Nutzer, davon verwenden nach Unternehmensangaben mehr als 300 Millionen den Messengerdienst Direct. Facebook hatte das Netzwerk im Frühjahr 2012 gekauft. Der Internetriese versuchte vor einigen Jahren auch, Snapchat zu übernehmen, hatte aber keinen Erfolg. Seither verlegt sich Facebook darauf, verschiedene Funktionalitäten des Anbieters nachzumachen.

Der mögliche Bedeutungswandel lässt sich auch an Umfragen absehen. Laut einer Befragung des Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest hat Facebook für die zwölf- bis 18-Jährigen nur eine geringe Bedeutung. Sie bevorzugten die Chat-App WhatsApp, die Foto-App Instagram oder den Sofort-Nachrichten-Dienst Snapchat. Bundesweit wurden 1.200 Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren zu ihrem Freizeit- und Medienverhalten befragt.

Von afp/dpa/epd/RND/zys

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