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18:38 01.06.2017
Schüler in einem „Cyber-Classroom“: Sieht so die Zukunft aus? Quelle: dpa
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Stuttgart

Die Kultusministerkonferenz (KMK) machte am Donnerstag in Stuttgart den Weg frei für eine Bund-Länder-Vereinbarung zur Förderung der IT-Ausstattung an deutschen Schulen. Sie soll bis Ende des Jahres stehen. Die Kultusminister setzen dabei auf das angekündigte Milliardenpaket des Bundes.

Die KMK-Chefin und baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) erläuterte, die Leitlinien seien Grundlage für die Verteilung und Nutzung der von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) bis 2021 zugesagten fünf Milliarden Euro.

Ziel des „Digitalpakts Schule“ ist laut Präambel, „allen Schülerinnen und Schülern während ihrer Schulzeit die Entwicklung der Kompetenzen zu ermöglichen, die für einen fachkundigen, verantwortungsvollen und kritischen Umgang mit Medien in der digitalen Welt erforderlich sind.“

Kritik bereits im Vorfeld

Verglichen mit anderen europäischen Ländern sind deutsche Schule schlecht ausgestattet. Wie 2014 die ICILS-Studie zu den digitalen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern offenbarte, teilen sich in Deutschland 11,5 Kinder einen Computer, während es beispielsweise in Norwegen nur 2,4 sind.

Finanziert werden sollen mit dem Programm nun unter anderem eine bessere Schulvernetzung, WLAN-Bereitstellung in den Klassenzimmern, Laptops, Tablets sowie sichere Cloudlösungen für Unterrichtsinhalte und Lehrer-Austausch.

Das wiederum rief bereits 2016 bei der Ankündigung der Digitalisierungsoffensive einige Kritiker auf den Plan. Sie warnten unter anderem davor, dass ein von Computern bestimmter Unterricht dazu führen könnte, dass Wissen nur noch häppchenweise angeeignet wird.

Geld für Investitionen noch nicht im Bundeshaushalt verankert

Die Minister zeigten sich überzeugt, dass das Geld fließt, auch wenn es noch nicht im Bundeshaushalt verankert ist. „Ich gehe davon aus, dass der Bund zu seiner Zusage steht“, sagte der Hamburger Bildungssenator Ties Rabe (SPD). Daran werde auch die Bundestagswahl im September nichts ändern.

Rabe machte deutlich, dass das Milliarden-Paket lediglich ein „Startschuss“ sei. Eine dauerhafte Bereitstellung digitaler Lernangebote werde um die 2,8 Milliarden Euro kosten – pro Jahr.

Von RND/dpa

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