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Netzwelt Facebook lässt Eltern bei Profileinstellungen mitreden
Nachrichten Medien Netzwelt Facebook lässt Eltern bei Profileinstellungen mitreden
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12:22 18.04.2018
Ob Kinder Informationen wie Religionszugehörigkeit oder politische Ansichten bei Facebook teilen, entscheiden künftig die Eltern. Quelle: dpa
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Menlo Park

Eltern von Facebook-Nutzern unter 16 Jahren dürfen künftig mitentscheiden, ob die Teenager Informationen wie Religionszugehörigkeit oder politische Ansichten bei dem Sozialen Netzwerk preisgeben. Die Neuerung wird zusammen mit anderen Maßnahmen eingeführt, um die ab Ende Mai greifende EU-Datenschutzverordnung umzusetzen, wie Facebook am Mittwoch ankündigte.

Eltern werden auch absegnen können, ob die Jugendlichen personalisierte Werbung auf Basis von Daten anderer Unternehmen angezeigt bekommen. Außerdem dürfen sie entscheiden, ob die Jugendlichen angeben dürfen, an Personen welchen Geschlechts sie interessiert sind. Das Mindestalter für die Nutzung von Facebook bleibt bei 13 Jahren.

Zustimmung per E-Mail

Um die Zustimmung einzuholen, kann Facebook den Eltern über die eigene Plattform eine Nachricht schicken. Alternativ können die Jugendlichen auch eine E-Mail-Adresse der Eltern angeben. Facebook betont zugleich, dass die EU-Grundverordnung nicht vorschreibe, das Alter der Nutzer zu überprüfen. Das Online-Netzwerk werde aber wie gefordert „angemessene“ Anstrengungen unternehmen, um die nötige Zustimmung der Eltern zu verifizieren.

Zugleich können auch nach bisheriger Praxis Nutzer aufgefordert werden, ihr Alter nachzuweisen, wenn Facebook Hinweise bekommt, dass sie jünger als 13 Jahre sind. Im Jahresverlauf will das Online-Netzwerk zudem weltweit eine speziell an Teenager gerichtete Seite mit Datenschutz-Informationen verfügbar machen.

Gesichtserkennung kommt zurück

Mit dem endgültigen Greifen der Datenschutzverordnung am 25. Mai wird Facebook auch in Europa nach Jahren die Gesichtserkennungs-Funktion zurückbringen, bei der Nutzer in Fotos automatisch markiert werden können. Facebook hatte die Gesichtserkennung in Europa zunächst im Sommer 2011 freigeschaltet, stieß dabei aber auf den Widerstand europäischer Datenschützer. Deshalb stoppte der Konzern die Funktion und verpflichtete sich im Herbst 2012, die dabei erzeugten Daten wieder zu löschen.

Jetzt soll die Gesichtserkennung erst nach ausdrücklicher Zustimmung der Nutzer eingeschaltet werden. Dass sie zurückkommen soll, hatte Facebook bereits im März angekündigt. Als Vorteil für die Nutzer führt Facebook auch an, dass sie benachrichtigt werden können, wenn jemand ohne ihr Wissen ein Foto von ihnen bei Facebook hochlädt. Für Nutzer im Alter unter 18 Jahren bleibt die Gesichtserkennung grundsätzlich ausgeschaltet.

Neuregelung auch zu Werbung

In den vergangenen Wochen hatte Facebook bei der Umsetzung der Datenschutzverordnung bereits unter anderem die Verwaltung und das Herunterladen von Daten vereinfacht. Jetzt wurde unter anderem angekündigt, dass die Nutzer ausdrücklich gefragt werden, ob für sie Werbung auch auf Basis von Daten anderer Firmen personalisiert werden soll und ob sie in ihrem Facebook-Profil weiterhin Angaben zu politischen Ansichten, Religionszugehörigkeit oder Beziehungsstatus machen wollen.

Der Datenschutz bei Facebook steht gerade im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit durch den Skandal um den Abfluss der Informationen von Dutzenden Millionen Nutzern an Cambridge Analytica. Nach Einschätzung einer ehemaligen Mitarbeiterin dürften davon deutlich mehr Facebook-Nutzer betroffen sein als zuletzt vermutet. Zuletzt hatte Facebook von schätzungsweise 87 Millionen Betroffenen berichtet.

Von dpa/ang/RND

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