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Netzwelt Disney kappt Partnerschaft mit Netflix
Nachrichten Medien Netzwelt Disney kappt Partnerschaft mit Netflix
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18:58 09.08.2017
Disney plant für 2019 einen eigenen Streaming-Dienst. Quelle: dpa
Burbank

Der US-Unterhaltungsriese Disney will mit einem eigenen Onlinevideoservice im Streamingmarkt mitmischen und beendet seine Partnerschaft mit Netflix. Zunächst soll im kommenden Jahr das Programm des hauseigenen Sportsenders ESPN im Internet verfügbar sein, 2019 folgt ein Streaming-Service für Disneys Filme und Serien. Sie sollen dann - zumindest anfangs in den USA - im Internet nur dort zu sehen sein. Dafür wird Disney den Exklusiv-Deal mit dem Streaming-Dienst Netflix für den Heimatmarkt auflösen. Die Netflix-Aktie fiel im vorbörslichen Handel am Mittwoch um rund 3,8 Prozent.

Disneys Vorstoß könnte den Wandel der amerikanischen TV-Landschaft beschleunigen. Bisher sind Sender wie ESPN meist über Kabel- und Satellitenverträge zugänglich. Doch unter anderem dank Streaming-Diensten wie Netflix und Amazon Video sind bereits so viele Inhalte online verfügbar, dass immer mehr Haushalte ihre teuren TV-Abos kündigen. Deshalb sucht Disney-Chef Robert Iger jetzt in einer Strategiewende den direkten Draht zu Verbrauchern.

Auch andere Sender gehen diesen Weg. So zeigt der Bezahlkanal HBO sein Programm bereits online und die Sendergruppe CBS kündigte erst am Montag an, ihr Streaming-Angebot auch international anzubieten. Disney mit seiner Palette an beliebten Kinderfiguren, dem Animationsstudio Pixar sowie den Marvel-Superhelden und „Star Wars“ spielt aber in einer eigenen Liga als Zuschauermagnet. Im Jahr 2019 dürften zukünftige sichere Hits wie „Toy Story 4“ und „Frozen 2“ Disneys Streaming-Service schmücken. Und Disney-Filme wie „Star Wars Episode VIII“ und „Avengers 4“ werden dann auch nicht mehr bei Netflix zu sehen sein. International werden die Rechte zum Teil langfristig anders verteilt - so werden in Deutschland viele neue Disney-Filme bei Sky gestreamt.

Iger betonte zugleich, dass Disney an dem mehrmonatigen Zeitfenster zwischen Kinostart und Streaming-Debüt festhalten wolle. Er schloss nicht aus, dass Marvel und „Star Wars“ auch eigene Streaming-Kanäle bekommen könnten.

Von RND/Dpa

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