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13:29 27.09.2016
Dürfen nicht die Daten austauschen: Facebook und Whatsapp bekommen Gegenwind aus Hamburg. Quelle: dpa
Hamburg

Mit einer Verwaltungsanordnung hat der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz, Johannes Caspar, Facebook untersagt, Daten von deutschen Whatsapp-Nutzern zu erheben und zu speichern. Die Anordnung gilt ab sofort, zudem müssen bereits übermittelte Daten gelöscht werden.

Legt sich mit Facebook und Whatsapp an: der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz, Johannes Caspar. Quelle: dpa

Zur Begründung: Facebook und Whatsapp seien selbstständige Unternehmen, die die Daten ihrer jeweiligen Nutzer auf Grundlage ihrer eigenen Nutzungs- und Datenschutzbedingungen verarbeiten, schreibt Casper in einer Erklärung. Nach dem Erwerb Kauf von Whatsapp durch das soziale Netzwerk vor zwei Jahren hätten sie öffentlich zugesichert, dass die Daten der Nutzer nicht miteinander ausgetauscht werden. Nun soll das Ganze doch geschehen und sei daher eine Irreführung der Nutzer und der Öffentlichkeit. Darüber hinaus sei das Vorgehen auch ein Verstoß gegen das nationale Datenschutzrecht, sagt Caspar.

Facebook lässt die Vorwürfe an sich abprallen. Das Unternehmen mit Sitz in Irland verweist darauf, sich mit den dortigen Datenschützern abzustimmen. Das Unternehmen erklärte: „Facebook befolgt das EU-Datenschutzrecht.“ Man sei allerdings offen dafür, mit dem Hamburger Datenschützer zu arbeiten, um seine Fragen zu beantworten und Sorgen zu zerstreuen.

Johannes Caspar ist kein Unbekannter bei Facebook, nicht nur wegen seines Profils. Er hatte in der Vergangenheit mehrfach versucht, gegen Facebook vorzugehen. Zuletzt wollte er durchsetzen, dass Facebook auch Anmeldungen unter einem Pseudonym zulässt, scheiterte aber vor dem Verwaltungsgericht Hamburg. Das Gericht hatte Caspar an die Niederlassung von Facebook in Irland verwiesen, die das soziale Netzwerk in Europa betreibt.

Von RND/cab

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