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Netzwelt Das erste Handy: Sieben Tipps für Kinder und Eltern
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13:32 25.12.2016
Beliebtes Weihnachtsgeschenk: ein Smartphone. Quelle: dpa
Hannover

Wenn Kinder und Jugendliche ihr erstes Smartphone bekommen, öffnet sich eine neue Welt für sie: Mit den Computer-Handys können sie telefonieren, chatten, fotografieren, spielen und im Internet surfen. Diese neue Welt ist aber nicht frei von Risiken. Deshalb haben wir sieben Empfehlungen zusammengestellt – für eine sichere Nutzung des ersten Smartphones:

1. Vereinbaren Sie Nutzungsregeln

Mit einem Smartphone können Kinder und Jugendliche grundsätzlich jederzeit ins Internet gehen. Eltern können das nicht mehr so einfach kontrollieren wie am heimischen Computer. „Somit müssen Kinder und Jugendliche bei mobilen Geräten mehr Verantwortung erlernen und übernehmen“, erklärt die Initiative „Klicksafe“. Sie empfiehlt Eltern deshalb, dass sie mit ihren Kindern „klare Spielregeln“ für den Umgang mit dem Smartphone vereinbaren.

2. Die Regeln gelten auch für Eltern

Eltern und Kinder sollten die Nutzungsregeln schriftlich vereinbaren, empfiehlt die Initiative „Schau hin!“. Vorlagen stehen auf mediennutzungsvertrag.de. Dort sind Regeln für verschiedene Situationen formuliert, zum Beispiel: „Im Internet und am Handy bin ich freundlich und beleidige niemanden.“ Daraus können Eltern und Kinder ihren eigenen Mediennutzungsvertrag zusammenstellen. Er sollte aber beide Seiten verpflichten, erklärt „Klicksafe“. Die Erwachsenen könnten zum Beispiel versprechen: „Ich informiere mich über neue Entwicklungen und Angebote, die mein Kind nutzt.“

3. Vereinbaren Sie Pausen

In dieser Vereinbarung können die Kinder mit ihren Eltern auch festlegen, wie lange sie jeden Tag das Smartphone nutzen dürfen. Auf mediennutzung.de finden sie Empfehlungen. Es handle sich aber um „grobe Richtwerte“, schreiben die Fachleute. „Jedes Kind, jeder Jugendliche und jede Familie ist unterschiedlich.“ Aber grundsätzlich empfehlen die Experten, dass das Smartphone „beim Essen, bei den Hausaufgaben oder vor dem Schlafengehen Sendepause hat“. Das gilt aber nicht nur für Kinder: „Eltern sind Vorbilder, indem sie zeigen, dass man nicht ständig erreichbar sein muss“, erklärt die Initiative „Schau hin!“.

4. Schützen Sie Ihr Smartphone

Ein Smartphone sollte in der Schule, im Café oder am Spielplatz nicht liegen gelassen werden. Sonst besteht die Gefahr, dass es gestohlen wird. Außerdem können Sie das Smartphone mit einem Passwort, einem Code oder Ihrem Fingerabdruck schützen, damit unbefugte Personen das Gerät nicht einfach benutzen können – immerhin sind private Daten wie Fotos und Telefonnummern darauf gespeichert. Wie Sie ihr Gerät schützen, können Sie in den „Einstellungen“ festlegen, beim iPhone zum Beispiel unter dem Punkt „Touch ID & Code“. Aber: „Sorgen Sie immer dafür, dass nicht nur Ihr Kind, sondern auch mindestens ein Elternteil weiß, wie die Bildschirmsperre aufgehoben werden kann und wie der Passwort-Schutz heißt“, empfiehlt die Initiative „Schau hin!“.

5. Vorsicht vor Kostenfallen

Es gibt unzählige Spiele für das iPhone und für Smartphones mit dem Betriebssystem Android. Einige kosten Geld, andere nicht – sie finanzieren sich über Werbung in den Spielen oder über sogenannte In-App-Käufe: Für ein paar Cent oder Euro bekommen die Nutzer zusätzliche Spielgegenstände oder beschleunigen den Aufbau von neuen Spielwelten. Zwar versprechen viele App-Entwickler, dass sich die Programme auch komplett kostenlos durchspielen lassen. Aber meistens dauert die Spiele dann länger, und schnell summieren sich die In-App-Käufe zu größeren Beträgen. Seien Sie deshalb vorsichtig.

6. Ändern Sie die Einstellungen

Gerade am Anfang sollten Kinder neue Apps nicht alleine herunterladen können, sondern nur zusammen mit ihren Eltern. Das sollte auch für In-App-Käufe gelten. Für Smartphones mit dem Betriebssystem Android können Sie deshalb festlegen, dass jedes Mal ein Code eingegeben werden muss. Öffnen Sie dafür die „Einstellungen“ im Google Play Store und gehen Sie auf „PIN festlegen“ oder „Authentifizierung für Käufe erforderlich“. Auf dem iPhone können Sie In-App-Käufe auch komplett ausschließen: Gehen Sie dafür in den „Einstellungen“ unter „Allgemein“ auf „Einschränkungen“ und deaktivieren Sie „In-App-Käufe“.

7. Sperren Sie Drittanbieter

In vielen Apps ist Werbung zu sehen. Manchmal werden darüber Zusatzdienste verkauft, zum Beispiel Klingeltöne oder Spiele. Diese Angebote können aber kostspielig sein, warnt die Initiative „Schau hin!“. Sie empfiehlt deshalb, dass Eltern die sogenannten Drittanbieter vom Netzbetreiber für das Smartphone ihres Kindes sperren lassen. In der Regel ist das über die Hotline des Anbieters möglich: bei der Deutschen Telekom ist es die 2202, bei Vodafone die 1212 und bei O2 die 55222.

Von RND/wer

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