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Das ändert sich jetzt bei Facebook

Neuerung im Newsfeed Das ändert sich jetzt bei Facebook

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat eine gravierende Veränderung im Newsfeed des sozialen Netzwerks angekündigt. Kurz zusammen gefasst bedeuten diese Änderung: weniger professionelle Inhalte, mehr von Familie und Freunde.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will in seinem Netzwerk wieder Verbindungen zu Kontakten in den Vordergrund stellen.
 

Quelle: dpa

Hannover.  Was im Newsfeed von Facebook angezeigt wird, bestimmt ein Algorithmus. Facebook nennt sein bestgehütetes Geheimnis Edge Rank. Niemand weiß genau, wie er arbeitet. Bekannt ist, dass die Ausspielung der Inhalte auf der Basis von Interaktionen geschieht. Also darauf, was die Nutzer mögen, teilen und kommentieren.

Ab und zu öffnet Facebook-Chef Mark Zuckerberg einen Spalt der Tür zum digitalen Bernsteinzimmer. Das hat er vor Kurzem wieder getan und kündigte einen massiven Einschnitt an. „Die ersten Änderungen werden Sie in Ihrem Newsfeed feststellen, wo Sie mehr Inhalte von Ihren Freunden, Ihrer Familie und Ihren Gruppen erwarten können“, teilte Zuckerberg dazu am Donnerstag auf seinem Facebook-Profil mit. Bisher ging es vor allem um relevante Inhalte, gleich wer der Sender dessen war. Nun zählen Babyfotos, Statusmeldungen und Diskussionen in Gruppen mehr. Im Umkehrschluss bedeutet das: weniger Medien, weniger Marken.

Zuckerberg will mehr Gefühl, weniger Geschäftliches

Stattdessen wird der Mensch in den Fokus gestellt: „Wir fühlen uns verpflichtet, dafür zu sorgen, dass unsere Dienstleistungen nicht nur Spaß machen, sondern auch gut für das Wohlbefinden der Menschen sind.“ Forschungen hätten gezeigt, dass soziale Medien das Wohlbefinden fördern, wenn sie genutzt werden, um mit Menschen in Kontakt zu treten. Menschen würden sich verbunden und weniger einsam fühlen.

Adam Mosseri, Chef der Newsfeed-Entwicklung, erinnert passend dazu an den Ursprung des Netzwerks:  „Facebook wurde gegründet, um Menschen näher zusammenzubringen und Beziehungen aufzubauen.“

Facebook steht massiv in der Kritik

Das Statement des Facebook-Chefs dürfte nur die halbe Wahrheit sein. Denn Facebook steht massiv in der Kritik. Vor allem in Bezug auf die vergangenen Präsidentschaftswahlen in den USA 2016 wurde der Konzern aus Kalifornien mit dem Vorwurf konfrontiert, dass Facebook Wahlmanipulation zulasse. Ein ernstzunehmender Image-Schade.

Außerdem werden via Facebook Falschmeldungen verbreitet. Eine Untersuchung des Online-Magazins „Motherboard“ hat ergeben, dass vor allem rechtspopulistische Medien das Netzwerk dafür nutzen. ). Buzzfeed hat zudem recherchiert, dass Falschmeldungen die meisten Interaktionen, also die Summe aus Kommentare, Likes und Shares, 2017 gesammelt haben. Auch eine Analyse mithilfe des Social-Media-Tools „Crowdtangle“ zeigt, dass in den vergangenen zwölf Monaten oftmals Beiträge von Seiten rechtspopulistischer und heutiger Bundestagsabgeordneten, die meisten Interaktionen in dem Netzwerk provozieren. In seinem aktuellen Statement geht Zuckerberg auf diese Vorwürfe nicht ein.

Nicht die erste massive Änderung im Algorithmus

In der Vergangenheit hat der Konzernchef bereits öfters die Zusammenstellung des Newsfeeds umgekrempelt und gleichzeitig „Handlungsempfehlungen“ gegeben, was präferiert bei den Nutzern angezeigt werden würde. Die markantesten Überbleibsel dessen sind Instant Articles – Artikel, die direkt in Facebook angezeigt werden und den Nutzer nicht aus dem Netzwerk herausführen –, unterschiedliche Videoformate und –längen sowie zuletzt offensives Werben für gesponserte Inhalte – Postings werden mithilfe von Anzeigen einem definierten Zielpublikum angezeigt.

So verpasst du keine Nachrichten der DNN auf Facebook

Facebook ändert die Zusammenstellung der Inhalte, die du in deinem Newsfeed siehst. Was du machen kannst, damit du immer informiert bleibst, zeigt dir die DNN.

Du bist nicht darauf angewiesen, was Mark Zuckerberg für dich als relevant erkennt. Sondern du hast die Möglichkeit, dir deinen Newsfeed selbst zusammenzustellen. Wenn du keinen Inhalt deiner Zeitung verpassen willst, solltest du diese Einstellungen für unsere Facebook-Seite vornehmen.

Anleitung fürs Handy:

• Öffne die Facebook-App.

• Gehe auf die Facebook-Seite der DNN.

• Klicke auf den Button „Abonniert“.

• Im neuen Fenster siehst du drei Möglichkeiten, wie dir Neuigkeiten angezeigt werden können. Hier wählst du die Option rechts „Als Erstes anzeigen“ aus.

• Nun werden dir Nachrichten der DNN in deinem Newsfeed als erstes angezeigt. Du erkennst das daran, dass die Beiträge mit einem blauen Stern am oberen rechten Rand der Meldung markiert sind. Übrigens: Du wirst keine unnötigen Eilmeldungen auf dein Handy bekommen.

Die Anleitung für den PC ist (fast) dieselbe. Allerdings sieht es ein wenig anders aus

• Gehe auf www.facebook.com und auf die Seite der DNN.

• Klicke auf den Button „Abonniert“.

• Ein Menü klappt auf.

• Wähle in dem Menü „Als Erstes anzeigen“ aus.

• Nun werden dir Nachrichten der DNN in deinem Newsfeed als erstes angezeigt. Du erkennst das daran, dass die Beiträge mit einem blauen Stern am oberen rechten Rand der Meldung markiert sind.

Von RND

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