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Netzwelt Das Internet der Dinge und seine Gefahren
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17:01 22.11.2017
Quelle: @ bakhtiarzein - depositphotos.com
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Bequem und intelligent

Viele Menschen nutzen heutzutage Smart Watches, besitzen eine Überwachungskamera, haben einen App gesteuerten Wasserkocher oder einen Fernseher, der sich mit dem Internet verbinden und übers Handy steuern lässt. Das „Internet der Dinge“, kurz IoT, also Internet of Things, bezeichnet den Trend, dass der klassische PC mehr und mehr verschwindet und durch smarte Geräte ersetzt wird. Also Gegenstände, die mit Prozessoren, Sensoren und Netzwerktechnik ausgerüstet sind und sogar untereinander kommunizieren können. Sie sollen den Alltag erleichtern, etwa wenn die Rollläden an den Fenstern je nach Lichteinfall automatisch herabgelassen werden oder der Drucker im Büro bei niedrigem Tintenfüllstand automatisch eine neue Patrone bestellt. Experten schätzen, dass bis zum Jahr 2020 mehr als 20 Milliarden vernetzte Geräte im Umlauf sein werden. Schon jetzt kommen täglich fünf Millionen neue dieser Hightech-Gegenstände hinzu.

Gefahren durch Sicherheitslücken

Doch so clever das „Internet der Dinge“ auch sein mag, so groß sind auch die Gefahren, die es birgt. Im vergangenen Jahr hat beispielsweise ein Lebensmitteldiscounter eine IP-Kamera verkauft, die  es Nutzern erlaubt hat, ihr Haus von unterwegs aus zu überwachen. Die Software und die Einstellung der Kamera waren allerdings so unsicher, dass Bild und Ton von jedermann über das Internet abrufbar waren. Ungeschützt! Der Anbieter reagierte mit einem Softwareupdate und dem Hinweis, sein Gerät unbedingt per Passwort zu schützen.

Doch dies ist kein Einzelfall: Hacker haben zudem einen Test gestartet und dabei zwölf von 16 Bluetooth-Schlössern über die Funkschnittstelle knacken können. Ähnliche Sicherheitslücken wurden bei Funkschlüsseln von Autos entdeckt, so wie sie millionenfach verwendet werden. Das Problem ist hier, dass die Hersteller nur sehr wenige „Masterkeys“ zur Codierung verwendet haben und die Funkcodes somit leicht geknackt und binnen Sekunden reproduziert werden können.

Ein fehlendes Passwortmanagement, mangelhaft umgesetzte Verschlüsselung und fehlender mehrschichtiger Zugangsschutz sind übrigens die häufigsten Defizite bei smarten Geräten, haben Untersuchungen übereinstimmend ergeben. Das Gefährliche: Sind mehrere Geräte miteinander vernetzt, können Hacker über einen Kühlschrank oder eine Kamera auch auf andere smarte Gegenstände zugreifen. Und zwar nicht nur im Privaten!

Auch Firmen werden angegriffen

Auch in Unternehmen sind Sicherheitslücken nicht ausgeschlossen. So wurde bei stichprobenartigen Tests immer wieder auf verschiedenste Firmen von außen zugegriffen. Kläranlagen, Klimaanlagen von Einrichtungshäusern, Pools in Hotels, Heizsysteme und mehr konnten ganz einfach von Fremden gesteuert werden.

Besonders kritisch wäre es, wenn Hacker auf  Kraftwerke oder chemische Anlagen zugreifen und wichtige Steuerungseinheiten manipulieren würden. Dies ist laut Experten zwar theoretisch möglich, jedoch mit hohem Zeit- und finanziellem Aufwand verbunden, sodass solche Angriffe zumindest von gewöhnlichen Hackern nicht zu befürchten seien.

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