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App des Deutschen Wetterdienstes wird kostenpflichtig

Nach Rechtsstreit App des Deutschen Wetterdienstes wird kostenpflichtig

Nach dem Urteil des Bonner Landgerichts hat der Deutsche Wetterdienst die Funktionen seiner kostenlosen App eingeschränkt. Eine kostenpflichtige Vollversion wurde veröffentlicht. Zuvor hatte der Wettbewerber „WetterOnline“ gegen den Dienst geklagt.

Das aktuelle Wetter in Deutschland behalten Mitarbeiter des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach am Main (Hessen), am 22.08.2017 mit Hilfe von Monitoren im Blick. Die Meteorologen in Offenbach können zur Gewinnung der Daten auf ein Netz aus abertausenden Messstationen rund um den Globus zurückgreifen. (zu dpa vom 19.09.2017: Regenprognose: «Unser größter Freund ist der Konjunktiv») Foto: Boris Roessler/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Warnwetter

Quelle: dpa

Offenbach. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) schränkt künftig seine bisher kostenlose App „WarnWetter“ ein. Auf dem Markt ist nun zusätzlich eine Vollversion für 1,99 Euro verfügbar. Nutzer können die erweiterten Funktionen per In-App-Kauf freischalten oder die deutlich eingeschränkte Ausgabe der App verwenden.

Anlass für die Einschränkungen ist laut DWD ein Urteil des Landgerichts Bonn vom 15. November 2017, das der private Wetterdienst „WetterOnline“ erwirkt hat. Demnach ist es dem Deutschen Wetterdienst untersagt, die App in ihrer bisherigen Form kostenlos weiter zu betreiben. Nach Ansicht des Gerichts ist eine kostenlose Wetterinformation über rein amtliche Warnungen hinaus ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. Da DWD indirekt auch aus Steuern finanziert werde, verzerre es laut Konkurrenz den Wettbewerb.

Im Netz sorgte dieser Schritt für Aufregung. Viele der knapp fünf Millionen Nutzer der Gratis-App beschwerten sich auf Twitter über das Urteil und die Klage der Konkurrenz. Der DWD hat bereits Berufung eingelegt. „Das Landgericht Bonn verlangt mit seinem Urteil vom nationalen Wetterdienst Deutschlands, den Bürgern wichtige Informationen über Unwettergefahren nur noch eingeschränkt bereitzustellen“, sagte Hans-Joachim Koppert, Vorstand Wettervorhersage des DWD.

Das Urteil und seine Folgen bedeuten aber nicht, dass die WarnWetter-App für Nichtzahler unbrauchbar wird. Viele Wetterdaten bleiben kostenlos verfügbar. Dazu gehören Warnlagen bis auf Gemeindeebene oder einstellbare Alarme bei Wetterereignissen. Nutzer können sich außerdem Orte einstellen, für die sie Warnungen erhalten wollen.

Die Vollversion beinhaltet unter anderem ein Niederschlagsradar mit Blitzdaten, aktuelle Satellitenbilder und Informationen zu tatsächlichen und gefühlten Temperaturen mit aktuellen UV-Daten. Wer den Kurs von Gewitterzellen prognostiziert haben will, erhält außerdem die aktuellen ortsbezogenen Vorhersagemodelle

Von RND/dpa

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