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Nachrichten Medien Netflix wird interaktiv: Nutzer können bei „Black Mirror“ ein eigenes Abenteuer auswählen
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12:19 05.10.2018
Netflix will interaktiv werden. Quelle: picture alliance / NurPhoto
Hannover

Jede Folge eine eigenständige Geschichte, womöglich gar eine andere Realität: Produzent Charlie Brooker hat für seine Serie „Black Mirror“ ein ambitioniertes Konzept. Alle Folgen eint der Versuch, zu erklären, wie Technik und Medien sich auf die Gesellschaft auswirken. Vier Staffeln sind davon bereits beim Streaming-Dienst Netflix zu sehen. Für die fünfte Staffel will Brooker noch eins drauf setzen: Eine Episode von „Black Mirror“ soll interaktiv werden. Das berichtet der Branchenblog Bloomberg.

So soll jeder Nutzer selbst bestimmen, wie das Abenteuer verläuft. Auch für Netflix wird dies eine Neuheit sein: Schließlich muss der Streaming-Dienst eine Oberfläche programmieren, auf der die Nutzer live die Handlung beeinflussen können. Mit einer Nischen-Sendung hat Netflix dies im Kleinen bereits getestet. Bei der Kinderserie „Puss in Books“ können die kleinen Zuschauer auswählen, ob der Titelheld, eine Katze, einen Baum oder einen Gott bekämpfen soll.

Interaktives Fernsehen: Keine Erfindung von Netflix und Co.

Seit einiger Zeit feilt die Streaming-Plattform an diesem Konzept. Im vergangenen Jahr berichtete die britische Zeitung „Daily Mail“, dass Netflix verschiedene Narrative plane. Die Besonderheit: Jeder Nutzer arbeitet sich individuell durch die Handlung.

Gemeinhin gelten Streamingplattformen als Revolutionäre der Fernsehlandschaft, doch beim interaktiven TV spielen die traditionellen Sender eine Vorreiterrolle. Schon 2000 gab es einen „Tatort“, bei dem die Zuschauer in die Handlung eingebunden wurden. 2016 hat das Erste die Verfilmung des Theaterstücks „Terror“ des Autors Ferdinand von Schirach gezeigt. Das Fernsehpublikum konnte abstimmen, ob der Luftwaffen-Major Lars Koch für den Abschuss einer Passagiermaschine zur Terrorabwehr schuldig gesprochen wird – oder einen Freispruch erhält. Die Mehrheit des deutschen Publikums – 600 000 Menschen machten bei der Abstimmung mit – entschied sich für den Freispruch.

Made in Germany: Fernsehen zeigt, wie „interaktiv“ geht

Gemeinhin gelten Streamingplattformen als Revolutionäre der Fernsehlandschaft, doch beim interaktiven TV spielen die traditionellen Sender eine Vorreiterrolle. Schon 2000 gab es einen „Tatort“, bei dem die Zuschauer in die Handlung eingebunden wurden. 2016 hat das Erste die Verfilmung des Theaterstücks „Terror“ des Autors Ferdinand von Schirach gezeigt. Das Fernsehpublikum konnte abstimmen, ob der Luftwaffen-Major Lars Koch für den Abschuss einer Passagiermaschine zur Terrorabwehr schuldig gesprochen wird – oder einen Freispruch erhält. Die Mehrheit des deutschen Publikums – 600 000 Menschen machten bei der Abstimmung mit – entschied sich für den Freispruch

Neu ist das Konzept mit der interaktiven Sendung also nicht – doch einem Streaming-Dienst eröffnen sich dabei andere Möglichkeiten. Während sich Fernsehsender der Mehrheit beugen und diese Alternative allen Zuschauern zeigen, kann ein Streaming-Dienst jedem Nutzer das von ihm präferierte Ende zeigen

Von Geraldine Oetken / RND

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