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Medien Mobilfunk-Löcher in Sachsens Grenzgebieten - Betreiber arbeiten am Netzausbau
Nachrichten Medien Mobilfunk-Löcher in Sachsens Grenzgebieten - Betreiber arbeiten am Netzausbau
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20:36 09.09.2015
Der Mobilfunk stößt in Sachsen an Grenzen. Quelle: dpa
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Eine 2013 vorgelegte Analyse des Landkreises Görlitz hatte ergeben, dass sich Funklöcher entlang der sächsischen Grenze zu Polen und Tschechien häufen

Das betrifft etwa die Gemeinden Krauschwitz, Neißeaue und Lückendorf. Landrat Bernd Lange (CDU) hatte erst Anfang 2014 wieder beklagt, dass sich im Hinblick auf Empfangsstörungen in der Region im Wesentlichen nichts geändert habe.

Telekom: 17 Sendestationen werden gebaut oder erneuert

Mobilfunkanbieter halten dagegen, dass sie am Netzausbau arbeiten. Die Deutsche Telekom AG verweist auf eine bundesweit nahezu lückenlose Versorgung mit dem Mobilfunkstandard GSM. Das Unternehmen sei permanent dabei, das Netz an neue Anforderungen anzupassen, sagte Pressesprecher Georg von Wagner. In verschiedenen Städten, darunter Dresden, Chemnitz, Leipzig, Zwickau und Plauen, gebe es inzwischen eine hohe Bandbreite.

„Alle Entscheidungen eines börsennotierten Unternehmens unterliegen wirtschaftlichen Betrachtungen“, gab der Sprecher zu bedenken. So gebe es etwa keine Notwendigkeit, Waldgebiete großflächig abzudecken. „Wir versorgen Menschen, nicht Fuchs oder Hase.“

Von Wagner zufolge hat die Telekom für dieses Jahr geplant, an 17 Standorten im Landkreis Görlitz Sendestationen neu zu bauen oder zu ersetzen, darunter in Grenzorten wie Görlitz, Oybin und Ebersbach-Neugersdorf.

Vodaforne will vier Milliarden Euro investieren

Vodafone will 2014/2015 bundesweit rund vier Milliarden Euro investieren, um das Netz für das zunehmende Datenvolumen und den wachsenden Zugriff von Verbrauchern fit zu machen, wie Firmensprecher Ellenbeck ankündigte. Für Sachsen sei in diesem Jahr vorgesehen, Lücken unter anderem südöstlich von Löbau, um Rietschen, in Bad Muskau und im Vogtland bei Treuen zu schließen.

Selbst in dünn besiedelten Landstrichen oder Gegenden mit großen Waldgebieten wolle Vodafone das Netz weiter ausbauen, sagte Ellenbeck. Mit einer fast kompletten Netzabdeckung solle sichergestellt werden, dass etwa auch Wanderer und Waldarbeiter mobil kommunizieren könnten. „Aus wirtschaftlichen Gründen lohnt es sich jedoch nicht überall, eine Sendestation mit der kompletten Bandbreite an Technologien aufzustellen“, räumte Ellenbeck ein. Grundsätzlich solle die Versorgung mit Sprachtelefonie gewährleistet sein.

Der Landkreis Görlitz hatte im Herbst 2012 rund 2000 Mobilfunkstörungen für einen Zeitraum von etwa zwei Monaten auf seinem Territorium erfasst. Alle Hauptanbieter seien über die Defizite informiert worden, hieß es damals.

dpa

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