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09:28 21.11.2016
Stellt sich den Fragen von Anne Will: Bundeskanzlerin Angela Merkel. Quelle: ARD
Berlin

Angela Merkel ist mit den Deutschen im Prinzip per Du. „Angela, mach’s noch einmal“ hätten ihr viele in den vergangenen Monaten gesagt, verrät die Kanzlerin. Monatelang habe sie sich „Tag für Tag“ mit der Entscheidung herum geschlagen, ob sie noch einmal an die Spitze der CDU und an die der nächsten Regierung treten wolle. Dank der TV-Talk-Sendung von Anne Will wissen wir seit Sonntagabend: „Ganz verhindert habe ich die AfD auch nicht. Das ist richtig. Auf der anderen Seite haben wir auch nur noch halb so viel Arbeitslose in Deutschland.“

Nach dem vorausgegangenem Sabbel-Tatort mit Ulrich Tukur („Es lebe der Tod“) gingen die zwei bedeutendsten Damen der öffentlichen Kommunikation, Will und Merkel, auf Nummer sicher. Man tat sich nicht weh. Nach der Nikab-Provokation vom vergangenen Mal setzte die Frau mit der Talk-Quote auf eine Hauptdarstellerin, die fragt: „Was kann ich dem Land geben, was kann ich meiner Partei, der CDU, geben“? Die Sendung wird in der Mediathek der ARD bestimmt deutlich weniger nachgefragt werden als die Nikab-Provokation.

Kramp-Karrenbauer ist von Merkel begeistert

Von außen brachte es SPD-Vize Ralf Stegner gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) am späten Abend auf den Punkt. „Merkel darf man nie unterschätzen, aber die Retterin der freien Welt ist sie nicht und unschlagbar auch nicht.“ An seine eigene Partei richtete Stegner die Aufforderung zu einer klaren Profilschärfung: „Die SPD muss mit einem klarem Gerechtigkeitsprofil Kampf aufnehmen“, dann sei auch ein Sieg möglich..

Sowohl in der Pressekonferenz am Frühabend als auch bei Anne Will wurde die Kanzlerin intensiv gefragt, wieso sie sich eine vierte Legislaturperiode, im Fall des entsprechenden Wähler-Votums, überhaupt zumuten wolle. Die Antworten brachten wenig Neues. CDU-Freundin Annegret Kramp-Karrenbauer, Saar-Ministerpräsidentin und Beinahe-Bundespräsidentenkandidatin, war von der Lust der Kandidatin, noch mal „Ja“ zu sagen, einfach nur begeistert. So wie der Mann des roten Teppichs für Frau Merkel, Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo. Sie habe ihre Lektion gelernt.

Zwei, die sich bestens kennen: Anne Will und Angela Merkel. Quelle: ARD

Hans-Joachim Maaz, Psychoanalytiker aus Halle, sah als Gegenpol nur Fragezeichen. Immerhin ein Gegenpol zu den zwei anderen Quasi-Sprechern der Kanzlervorsitzenden. Klaus Wowereit, der inzwischen lang genug den Flughafen-Schlamassel und den Berliner Senat verlassen hat, um wieder eingeladen zu werden, hatte wenigstens einen sinnvollen Gedanken jenseits des altbacken wirkenden Pro-und-Contra-Merkel-Lagers beizutragen. Die Demütigung der Demokratie hat ihren Ursprung nicht bei der AfD, sondern in der Tatsache, dass viele Leute vom Ertrag ihrer Arbeit nicht mehr leben können. Das wäre ein Thema des nächsten Wahlkampfs. Vielleicht auch für die Kanzlerin. Gesagt hat sie dazu nichts. Gefragt wurde sich danach aber auch nicht.

„Die Welt wäre nicht untergegangen, wenn sie nicht mehr kandidieren würde“, meinte Wowereit. Zumindest bei Anne will wäre dann was los gewesen.

Von RND/Dieter Wonka

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