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Junge Filmemacher aus Dresden tüfteln an Kurzfilm

Junge Filmemacher aus Dresden tüfteln an Kurzfilm

In zwei Wochen ist es endlich soweit. Dann beginnen die Dreharbeiten zu dem Kurzfilm "Das Mädchen mit der Violine". Und die werden stressig. Innerhalb von neun Tagen werden über 120 Statisten und Schauspieler versuchen, die Ideen des "blaufilm"-Teams umzusetzen.

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Großes Bild: Hauptdarstellerin Miriam Schlese. Kleines Bild: "blaufilmer" Franz Große, Franziska Henke, Adrian Nagel und Sebastian Blech bei der Studioarbeit.Fotos (2): PR

Quelle: Anne Richter

"blaufilm", das ist eine junge Dresdner Filmproduktionsfirma, die aus drei kreativen Köpfen besteht: Anne (21), Sebastian (21) und Franz (25). Die drei Dresdner Studenten sind ein eingespieltes Team. Franz ist für alle technischen Fragen zuständig, egal ob Ton, Licht oder Kamera. Anne ist das Organisationswunder unter ihnen und übernimmt die Aufnahmeleitung sowie Drehplanung. Und Sebastian, der ist der Regisseur. Die Farbe Blau tragen die Filmemacher im Namen, weil sie früher alle in der Nähe des Blauen Wunders gewohnt haben. Was für eine Heimatverbundenheit!

Seit 2010 arbeiten die Drei in ihrem Unternehmen. Ihre Firmenphilosophie lautet: "Professionelle und einzigartige Filme schaffen". Und diesen hohen Anspruch setzen sie mit jedem ihrer Filme in die Tat um. Sie produzieren vor allem Auftragsfilme, zum Beispiel Werbespots für Unternehmen, Lehrfilme für Krankenhäuser, aber auch Filme für private Anlässe wie Jugendweihen und Geburtstage. "Sogar für den Debütantenball wurden wir bereits mehrmals von der Semperoper engagiert", erzählt Sebastian.

Besonders Kurzfilme haben es ihnen angetan. Seit 2011 planen sie ihr neuestes und bislang größtes Filmprojekt: "Das Mädchen mit der Violine". Die Geschichte basiert auf einem Märchen von Hans Christian Andersen, in der ein kleines Mädchen verzweifelt versucht Schwefelhölzer zu verkaufen und sich langsam in eine Traumwelt flüchtet. Dieser literarische Stoff wurde in die Gegenwart adaptiert. So verkauft die Hauptfigur der Geschichte nun keine Schwefelhölzchen mehr, sondern spielt stattdessen am Straßenrand auf ihrer kleinen Geige. Welche Unterschiede oder Parallelen es zu dem Märchen noch gibt, verraten die drei Filmemacher nicht. Das macht neugierig auf die Premiere am 8. Mai.

Doch bis dahin ist noch allerhand zu tun. Weiterhin werden noch fleißig Sponsoren gesucht, die letzten Locations ausgekundschaftet und schließlich müssen die Dreharbeiten reibungslos über die Bühne gebracht werden. "Da bleibt nicht viel Zeit für das Studium", beichtet Sebastian. Doch das nehmen die drei in Kauf, denn Filmemachen ist ihre große Leidenschaft.

Die Castings für die Hauptfiguren hat die Filmcrew bereits hinter sich. Und mit Erfolg. Die Schülerin Miriam (11) zog das "blaufilm"-Team sofort in ihren Bann. Aber nicht nur sie. Auch ihr Vater überzeugte die Jury und gibt nun auch im Film Miriams Papa. Familiäre Stimmung also am Set.

Ein eigenes Orchesterstück

Die Suche nach der Großmutter für das Violinenmädchen gestaltete sich da schon schwieriger. "Sie muss einfach wie eine echte Märchenomi aussehen", sagt Sebastian. Erst Wochen nach dem offiziellen Casting fanden sie endlich ihr perfektes Großmütterchen. Lustigerweise in der eigenen Verwandtschaft.

Nun fehlte nur noch die Musik. Doch es sollte nicht nur irgendein beliebiger Popsong aus den Charts sein, sondern ein eigens für diesen Kurzfilm komponiertes Orchesterstück. Milko Kersten, der Leiter des Dresdner Jugendsinfonieorchesters, war von Anfang an begeistert von der Idee, mit den jungen Filmproduzenten zusammenzuarbeiten. Mithilfe der Dresdner Musikstudenten und Komponisten Franziska Henke und Adrian Nagel entstand in nur zwei Monaten und im ständigen Austausch mit dem Filmteam ein kleines musikalisches Meisterwerk, das nun eifrig vom Jugendsinfonieorchester geprobt wird. Denn am 8. Mai werden es die jungen Musiker live während der Filmvorführung performen.

Bis dahin hofft das "blaufilm"-Team weiterhin auf die Hilfsbereitschaft der Dresdner. Wer also zum Beispiel eine Visagistin kennt, ein schickes großes Wohnzimmer als Drehort zur Verfügung stellen könnte oder ein bisschen Kleingeld für die Sponsorenkampagne bei "startnext" übrig hat, der melde sich flink unter www.blaufilm.de/dm und werde Teil dieser Kurzfilmproduktion!

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.03.2013

Lisa Kirsten

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