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Medien Günther Maria Halmer – Ein Tannenbaum wird 75
Nachrichten Medien Günther Maria Halmer – Ein Tannenbaum wird 75
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15:00 04.01.2018
Auch Hollywood klopfte an: Der Schauspieler Günther Maria Halmer und seine Frau Claudia bei der Verleihung des Wohltätigkeitspreises Prix Courage 2016 in München. Quelle: dpa
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München

Günther Maria Halmer ist ein echtes Fernsehgesicht. Seit Jahrzehnten arbeitet er als gefragter Charakterdarsteller, ist schon in mehr als 150 Rollen geschlüpft. Seinen Durchbruch feiert er Mitte der 70er Jahre als sympathisches Schlitzohr Tscharlie in Helmut Dietls Kultserie „Münchner Geschichten“. Noch immer ist Halmer eine feste Größe im deutschen Film. Am heutigen Freitag (5. Januar) wird er 75 Jahre alt.

Halmer kam bis nach Hollywood

Als einer der wenigen deutschen Schauspieler hat es der gebürtige Rosenheimer auch nach Hollywood geschafft. Mit Ben Kingsley ist er 1982 im Oscar-gekröntem Kinofilm „Gandhi“ zu sehen, in dem er den deutsch-jüdischen Freund des Titelhelden verkörpert. Im gleichen Jahr spielt er neben Meryl Streep im US-Drama „Sophies Entscheidung“. Eine Option sei Hollywood aber nie gewesen, sagt Halmer einmal in einem Interview. „Die internationalen Geschichten waren reizvolle Erfahrungen, aber das war es dann auch.“

Dem Publikum blieb der Sohn eines Anwalts aus Schwaben aber trotzdem treu. Millionen Menschen sahen ihn als raubeinig-melancholischen, von unerschütterlichem Gerechtigkeitssinn erfüllten Pflichtverteidiger in der erfolgreichen Justizserie „Anwalt Abel“, die von 1988 bis 2001 im ZDF ausgestrahlt wurde.

Unermüdliche Lust am Spiel

Halmer steht auch heute noch vor allem für das Primetime-Programm vor der Kamera. Seine unermüdliche Lust am Spiel beschert ihm eine Reihe von Engagements in Fernsehfilmen und Serien: Vom „Tatort“ über das „Traumschiff“ bis hin zu Weihnachtskomödien wie „Tief durchatmen, die Familie kommt“. Zwischendurch macht Halmer auch immer wieder Halt am Theater.

Auf ein bestimmtes Muster ließ sich der Absolvent der der renommierten Otto-Falckenberg-Schauspielschule in München aber nicht gerne festlegen. Am Anfang seiner Karriere steckten ihn viele noch in die Schublade des bayerischen Volksschauspielers, doch Halmer spielte sich mit Hilfe seiner unverwechselbaren und nachdenklichen Art frei.

Kein Fan von roten Teppichen

Der zurückgezogen in der Nähe seiner Heimatstadt lebende Schauspieler ist kein Fan von roten Teppichen und gibt nur ungern Autogramme, wie er erzählt. In seiner Jugend war er unangepasst, erntete Verweise, flog aus dem Militär, der Hotelfachschule. Vor seiner erfolgreichen Schauspielkarriere schuftete er zwei Jahre lang in einem kanadischen Bergwerk.

Privat wie am Set gilt er immer noch als eigenwilliger, kluger und unverstellter Typ. Seine Ehefrau Claudia habe aber ein paar idiotische Kanten weggenommen, sagt er. Mit ihr ist er schon seit mehr als 40 Jahren verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Den beiden widmete er seine im Frühjahr 2017 veröffentlichte Autobiografie „Fliegen kann jeder - Ansichten eines Widerborstigen“.

Selbstbeschreibung als schwer zu umarmendes Wesen

„Wenn ich versuchen soll, mein Wesen zu beschreiben, dann kommt mir ein Tannenbaum in den Sinn“, schreibt er darin. „Immer ein bisschen zu ernst, auch wenn ein paar bunte Kugeln daran hängen. Mit Nadeln, die stechen - einen Tannenbaum kann man nur schwer umarmen.“

Von Aleksandra Bakmaz

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