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14:31 06.06.2017
Ich bin wieder da: Hape Kerkeling wird Kolumnist. Quelle: dpa
München

Lange hat er sich rar gemacht – nun zieht es ihn doch zurück in einen Job mit regelmäßigem Einkommen: Der Entertainer und Bestsellerautor Hape Kerkeling (52) kehrt als Kolumnist der Zeitschrift „Gala“ in die Öffentlichkeit zurück. Er werde als Nachfolger von Katja Kessler künftig die Kolumne auf der letzten Seite schreiben, teilte das Magazin am Dienstag in Hamburg mit. Dabei werde er sich an Themen aus Entertainment und Gesellschaft orientieren. Kerkeling hatte im Dezember 2014 zu seinem 50. Geburtstag das Ende seiner Fernsehkarriere verkündet. Vorgängerin Kessler, einst Seite-Eins-Girl-Betexterin bei „Bild“ und Ehefrau des ehemaligen „Bild“-Chefredakteurs und -Gesamtherausgebers Kai Diekmann, hatte die Kolumne ein Jahr lang geführt.

Die Redaktion zitiert Kerkeling mit den Worten: „Kürzlich sagte ich zu meiner Freundin ,Gudrun, Ich möchte mich neu erfinden! Siehst du mich eher als Extrem-Sportler beim Iron Man oder als Abt eines buddhistischen Klosters?’ Ihre Antwort schießt nur so aus ihr heraus: ‚Du liebst Entertainment, stilvollen Klatsch und die Royals! Entweder du schulst um auf Undercover-Butler im Buckingham Palast - oder du wirst GALA-Kolumnistin.’“

Weithin gemochter Allzweckentertainer

Kesser will eine einjährige Auszeit nehmen. „Es hat mir unheimlich Spaß gemacht auf ,meiner’ letzten Seite jede Woche den Leserinnen Tschüss zu sagen“, sagte sie. „Ein ganzes Jahr lang viele Nächte am Schreibtisch, für die ich mit so vielen schönen Reaktionen belohnt worden bin. Doch jetzt mache ich ein Sabatical! Meine vier Kinder freuen sich schon wie doof auf meine Auszeit. Endlich hat ihre Mama mehr Zeit zu kontrollieren, ob irgendwer heimlich Handy spielt. Ab sofort wird bei uns gebacken, musiziert und gebastelt, bis der Arzt kommt!“

Hapes Qualifikation als Autor ist nach zwei Bestsellern unbestritten. Zuletzt freilich schien es, als suche er in den Post-Beatrix-Jahren eher nach Sinn als nach der leichten Muse. Sowohl sein Jakobsweg-Bericht („Ich bin dann mal weg“) als auch seine Kindheitserinnerungen („Der Junge muss an die frische Luft“) waren eher nachdenkliche, kluge Texte. Die ähnlich gelagerte Rolle des latent irritierten, immer leicht gereizten, weithin gemochten, gelegentlich verhaltensoriginellen Allzweckentertainers hat inzwischen Modemacher Guido Maria Kretschmer übernommen, wenn auch ohne Kerkelings Präzision, komisches Talent und Timing.

„Es ist fast ein bisschen unheimlich“

Die Risiken einer öffentlichen Tätigkeit hat Kerkeling einst selbst als Teufelskreis beschrieben: „Erwartungen verursachen Enttäuschung, Enttäuschung verursacht Befürchtung, und Befürchtung ist ja wieder Erwartung.“ Einerseits könne es nur das Ziel einer Kunst sein, „dass sie so viele Menschen wie möglich erreicht und ihnen an Herz und Gemüt geht. Aber wenn dies dann gelingt, ist das fast ein bisschen unheimlich“.

Auch „Gala“-Chefredakteurin Anne Meyer-Minnemann ließ es sich nicht nehmen, noch einmal an Kerkelings viel strapazierte Beatrix-Parodie zu erinnern, die ja immerhin auch schon 26 Jahre zurückliegt: „Spätestens seit seiner kongenialen Parodie von Königin Beatrix der Niederlande bin ich ein großer Fan von Hape Kerkeling.“ Vielleicht ist es keine schlechte Idee, als Kolumnist mal wieder etwas Neues mit Comedy zu machen.

Von gri/dpa/RND

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