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Medien Höhle der Löwen: „Mädchenpower“ und veganes Hundefutter: So war die zehnte Folge
Nachrichten Medien Höhle der Löwen: „Mädchenpower“ und veganes Hundefutter: So war die zehnte Folge
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09:21 07.11.2018
Auf den Hund gekommen: Tessa Zaune-Figlar, Valerie Hansen und Lisa Walther präsentieren den „Löwen“ ihr veganes Hundefutter „Vegdog“. Quelle: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer
Köln

In der Show „Die Höhle der Löwen“ kämpfen Gründer um Geld von den Unternehmern Ralf Dümmel, Judith Williams, Georg Kofler, Dagmar Wöhrl, Frank Thelen und Carsten Maschmeyer, um ihr Start-Up ausbauen und ihr Produkt besser am Markt platzieren zu können. Die zehnte Folge des Vox-Formats am Dienstagabend (20.15 Uhr) beginnt mit harter Kritik für einen Gründer.

+++ Schlaues Hundefutter und fitte Bürohengste: So lief die neunte Folge von „Die Höhle der Löwen“

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„Prezit“ aus der Schweiz

Volle Mülleimer – wen nervt das nicht! Alex Baechler jedenfalls hatte die Nase voll von stinkenden Abfällen und entwickelte „Prezit”: den Abfalleimer mit Komprimierfunktion. Der erste Clou: Durch das Pressen kann der Abfallsack laut Gründer zwei bis dreimal mehr gefüllt werden als bei einem normalen 35-Liter-Eimer. Der zweite Clou: Auch mit Mega-High-Heels à la Judith Williams lässt sich der Müll komprimieren.

Doch die Mienen der „Löwen“ bleiben skeptisch. Irgendwie fehlt die Faszination. Oder ist das Pressen zu kompliziert? Eine Press-Diskussion entsteht – wann kann wie gepresst, wann dann wieder nachgefüllt werden? Frank Thelen ist raus – „Das scheint mir ein echter Rohrkrepierer zu sein.“ – und Dagmar Wöhrl regt sich nur noch auf: „Absolut kein Investment-Case, aber noch nicht mal das kleinste!“

Aber dann wartet Baechler mit einem Kohlegranulat auf. „Stop the stink“ soll Gerüche im Mülleimer verhindern. Ralf Dümmel gefällt es, und er widerspricht den anderen „Löwen“: „Das ist ein spannendes Thema!“ Baechler steckt die harte Kritik von Williams, Wöhrl und Co. weg und das Angebot von Dümmel ein: 125.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile. Die „Löwen“ haben nur noch eine Bitte an Dümmel: „Mach’ das Ding cooler!“ Ein flotter Spruch fehle. Thelen: „If you can trash it, you can dream it.“

„Nero“ aus Augsburg

„Bio“ ist ja mittlerweile in aller Munde. Aber Bio-Grillkohle, das ist neu. Das sagen jedenfalls die Gründer Aaron Armah und Jakob Hemmers. „Nero“ soll die weltweit erste und einzige Grillkohle mit Bio-Zertifizierung aus heimischen Wäldern sein. Die „Löwen“ nicken beeindruckt.

„Jedes Jahr werden in Südamerika und Afrika hunderttausende Tonnen Tropenholz abgeholzt und irrsinnigerweise einmal um die Welt transportiert, um dann bei uns im Grill auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden”, erklärt Armah die Idee zur Bio-Grillkohle weiter. Die „Löwen“ nicken noch beeindruckter. „Wir haben die Kohle, Sie die Expertise – vielleicht ist es auch umgekehrt?“, schließt Armah die Präsentation. Sehr gelungener Auftritt.

Wöhrl findet allerdings auch hier das Haar in der Suppe: Umweltbewusstsein und Kohle passen nicht zusammen. Kohle werde immer einen Ausstoß haben – egal, ob zertifiziert oder nicht. Das Grillen selbst ist das Problem, tönt nun auch Georg Kofler. Mensch, das Produkt sieht doch so gut aus – wie so ein Kultprodukt à la Dümmel! Aber nein, kein „Löwe“ beißt an den Wunschdeal von 100.000 Euro für zehn Prozent an. Schade!

„Vegdog“ aus München

Vegane Hundehalterin? Ja, klar! Veganer Hund? Ähm, bitte was? Das sagen sogar die Gründerinnen selbst über ihr Produkt „Vegdog“. Trotzdem brachten Tessa Zaune-Figlar, Valerie Hansen und Lisa Walther ihre Idee auf den Markt.

Der Hintergrund: Genauso wie es eine Lebensmittelunverträglichkeit bei Menschen gibt, gibt es bei Tieren eine Futtermittelunverträglichkeit. Der Verzicht auf tierisches Eiweiß bei der Fütterung soll laut Tierärzten helfen.

„Riechen tut das ja lecker“, sagt Williams und ist fast versucht, das Hundefutter selbst zu probieren. Und auch auf Maschmeyer scheint der Dosen-Duft Wirkung zu haben: „Also, ich habe am letzten Wochenende ein Erlebnis gehabt – wir haben Esel-Nachwuchs bekommen“, beginnt er die etwas längere Geschichte über seine elf Esel, den nun zwei Esel-Babys und einen Karotte tragenden Hund. Und plötzlich steigt auch Thelen ein und plaudert aus seinem Hundehalter-Leben.

Hallo? Macht die Dosen wieder zu – Deal bitte! 150.000 Euro für zwanzig Prozent will Wöhrl und fordert damit zehn Prozent Firmenanteile mehr als von den Gründerinnen angeboten. Die steigen dennoch ein. Wöhrl freut sich: „Mädchenpower!“

Kein Deal für „Calimoto“ und „Lazys“

Garantierten Fahrspaß für Motorradfahrer versprechen diese Gründer: Luca Osten, Sebastian Dambeck und Hans-Joachim Allenfort haben die Navigations-App „Calimoto“ entwickelt, die mithilfe eines Kurven-Algorithmus besonders kurvige Strecken raussucht – das Nonplusultra für alle Zweirad-Liebhaber.

Der Deal-Wunsch: 650.000 Euro für zehn Prozent. Doch die „Löwen“ schlagen aus. Die Zahlen seien gut, die Präsentation sei gut, das Team sei gut – aber dann nein, weil die Löwen keine Motorradfahrer seien, fassen die Gründer ihre Enttäuschung zusammen. „Ein Kampf gegen Windmühlen.“

„Be crazy, go lazy” – so lautet das Motto von Marcus Maaßen und Jens Willecke. Beide sind begeisterte Skifahrer, doch eins hat sie immer gestört: Das Gehen und Stehen mit den Skischuhen. „Das ist eine absolute Katastrophe“, sagt Maaßen. Recht hat er! Grauenvoll ist das Gehen und erst die Optik – total deppert!

Locker und elegant schaut dagegen das Ganze beim „Lazy“-Walk aus. Der von den Gründern entwickelte Aufsatz, den man unter die Skischuhe steckt, soll Abrollbewegungen möglich machen und einen wie auf Turnschuhen gehen lassen. „Ein Hamburger Flachlandtiroler testet Skischuhe“, kommentiert Kofler den Selbsttest von Dümmel und stapft selbst los.

Kofler ist passionierter Ski-Tourengeher und war sogar mal Skilehrer. Sein Urteil zählt also: „Das bringt nicht viel.“ Man könne die Skischuhe auch einfach aufmachen und habe das gleiche Geh-Erlebnis. Der Wunschdeal der Gründer – 120.000 Euro für 20 Prozent – bleibt ein Wunsch. Kofler: „Das ist das überflüssigste Produkt, dass ich bisher bei der ’Höhle der Löwen’ gesehen habe.

„Aspira Clip“ aus Berlin

Eine Weltneuheit wollen die Gründer Vinh-Nghi Tiet und Wolfgang Kleiner den „Löwen“ präsentieren. Der „Aspira Clip“, ein Mini-Inhalator für den Alltag, ist aus Silikon, wird direkt in die Nase eingeführt und verströmt ätherische Öle, die zur Entspannung beitragen oder bei Erkältungen unterstützend wirken sollen. Thelen hofft schon, damit „seine Schwachstelle“, seine Nase, zu kuratieren. Die schlägt nämlich immer Alarm, wenn er zu wenig schläft – und macht dicht. Aha!

Optisch sind die Nasenringe zwar etwas fragwürdig, aber den „Löwen“ gefällt’s. „Mega spannend“, findet Dümmel das Thema. Es wird getuschelt und gerechnet. 600.000 Euro für 30 Prozent bieten Maschmeyer und Dümmel schlussendlich. Das Gegenangebot der Gründer: 600.000 Euro für 15 Prozent. Die beiden „Löwen“ gehen ein Schritt auf die Gründer zu: 25 Prozent. „Ihr macht mich fertig“, kommentiert Williams noch, aber dann: Deal!

Von Amina Linke / RND

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