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Dresden spricht sich für Vertragsverlängerung mit Dance Company in Hellerau aus

Kultur Dresden spricht sich für Vertragsverlängerung mit Dance Company in Hellerau aus

Die Landeshauptstadt will den Vertrag mit der Dance Company in Hellerau bis zum 31. Dezember 2021 verlängern. Dazu hat der Stadtrat am Donnerstag den Oberbürgermeister beauftragt.

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Quelle: Vladimir Zaplakhov

Dresden. Die Landeshauptstadt will den Vertrag mit der Dance Company in Hellerau bis zum 31. Dezember 2021 verlängern. Dazu hat der Stadtrat am Donnerstag den Oberbürgermeister beauftragt. Laut der Beschlussvorlage aus dem Geschäftsbereich von Annekatrin Klepsch (Linke) soll der Zuschuss und die Zahl der Veranstaltungen soll leicht sinken. Bei 18 Enthaltungen und zwei Gegenstimmen sprachen sich 46 Stadträte für die Verlängerung aus.

Das Land Hessen, der Freistaat Sachsen, die Stadt Frankfurt a. M. und die Landeshauptstadt Dresden finanzieren seit dem Jahr 2004 die Residenz der Dresden Frankfurt Dance Company – bis 2015 „The Forsythe Company“ – im Bockenheimer Depot Frankfurt und im Europäischen Zentrum der Künste Hellerau. Der Finanzierungsanteil des Freistaates Sachsen wird dabei indirekt erbracht, indem der Zuschuss der Landeshauptstadt Dresden an die Company in Höhe von 1 500 000 EUR/Jahr auf die Interessenquote aus der Vereinbarung mit dem Land Sachsen zur gemeinsamen Finanzierung der Landeskultureinrichtungen in Dresden angerechnet wird.

Die bisherige Vereinbarung läuft noch bis Ende 2018, laut Vertragstext sollte bis Ende 2016 über die Verlängerung entschieden werden. Das ist zwar nicht ganz gelungen, die Verhandlungen zwischen Company, dem Klepsch-Ressort sowie dem sächsischen Kunstministerium und den hessischen Kooperationspartnern hätten alle Seiten „grundsätzlich Interesse an einer befristeten Fortsetzung der Kooperation“ gezeigt.

Dafür spreche unter anderem das künstlerische Ergebnis, das die neuformierte Company in mehreren nunmehr abgeschlossenen Premierenzyklen präsentierte. Das internationale Renommee des Ensembles in der Fachwelt sei als beträchtlich einzuschätzen.

Die bis 2015 als Forsythe Company bekannte Truppe benannte sich nach dem Weggang ihres Chefs um in Dresden Frankfurt Dance Company. Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Jacopo Godani Künstlerischer Direktor und Choreograf. Im Stadtrat gab es am Donnerstag vereinzelt kritische Stimmen zur bislang erlangten Strahlkraft der Company.

Mit mindestens 23 Vorstellungen jährlich bleibt laut Vorlage die Präsenz nahezu erhalten – in der laufenden Kooperationsvereinbarung seien mindestens 25 Vorstellungen vereinbart. Der finanzielle Zuschuss der Landeshauptstadt verringere sich um 120 000 Euro im Jahr. Hinzu kämen voraussichtliche Einsparungen bei den Übernachtungen und sonstige Vertragsleistungen der Landeshauptstadt, so dass mit der vorgeschlagenen Kooperationsvereinbarung ab 2019 insgesamt etwa 200 000 Euro im Budget des Europäischen Zentrums der Künste freigesetzt werden könnten. Die Mittel könnte für freie Tanzproduktionen im Europäischen Zentrum zur Verfügung stehen.

Von I.P.

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