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Nachrichten Medien Das soll Trumps schlimmster Tweet sein
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10:24 30.06.2017
Mit kritischen Journalisten hat US-Präsident Donald Trump so seine Probleme.  Quelle: dpa
Washington

 Er hat wieder zugeschlagen, via Twitter: US-Präsident Donald Trump hat mit einem Tweet seinen Krieg gegen kritische US-Journalisten fortgesetzt – auf sehr beleidigende Art und Weise. Die TV-Moderatorin Mika Brzezinski hatte den Präsidenten in ihrer Sendung „Morning Joe“ „armselig“ genannt. Das konnte der impulsive Trump nicht auf sich sitzen lassen und reagierte wie schon in der Vergangenheit: indem er sie herabwürdigt.

Beim Kurznachrichtendienst Twitter machte er sich über das Aussehen und das Temperament der Fernsehmoderatorin lustig. Die Sendung, die sowieso miese Quoten habe, schaue er sich nicht an, erklärte Trump. Aber er habe gehört, dass dort schlecht über ihn geredet worden sei.

Auch Joe Scarborough, Brzezinskis Lebensgefährte und Kollege beim Newssender MSNBC, wurde Opfer der beleidigenden Attacke: „Warum waren die Verrückte Mika mit dem niedrigen IQ und Psycho Joe um Silvester drei Abende in Mar-a-Lago und wollten unbedingt zu mir. Sie blutete heftig wegen eines Facelifts. Ich habe nein gesagt!“

„Ein trauriger Tag für Amerika

Brzezinski reagierte bei Twitter mit einem Foto von einer Schachtel Frühstücksflocken mit der Aufschrift „Gemacht für kleine Hände“. Dem Präsidenten wird nachgesagt, besonders besorgt um die Größe seiner Hände zu sein.

„Es ist ein trauriger Tag für Amerika, wenn der Präsident seine Zeit mit Mobbing, Lügen und kleinlichen persönlichen Angriffen verbringt, statt seine Arbeit zu erledigen“, erklärte die NBC-Sprecherin Lorie Acio. Das Weiße Haus wollte die Äußerungen des Präsidenten nicht kommentieren.

Brzezinski nannte Trump „armselig“

In ihrer Show hatten die Moderatoren sich darüber lustig gemacht, dass in mehreren von Trumps Golfclubs ein Cover des Nachrichtenmagazins „Time“ mit einem Porträt von ihm hing. Allerdings stellte sich heraus, dass das Titelbild eine Fälschung ist und nie erschien. „Das ist armselig“, sagte Brzezinski.

Schon bevor Trump einen Tweet absetzte, reagierte der Social-Media-Direktor des Weißen Hauses, Dan Scavino. Auch er bezeichnete Brzezinski als dumm und erklärte über seinen persönlichen Twitter-Account, die Moderatoren seien verwirrt, weil der Präsident ihre Anrufe nicht annehme.

Tweet löst Protestesturm aus

Mit seinem Tweet hatte Trump einen Proteststurm ausgelöst, der selbst für die politisch hitzigen Zeiten in den USA ungewöhnlich ist. Nicht nur in sozialen Medien sorgte der Angriff für eine Welle wütender Proteste . Viele nannten Trumps Einlassung seinen bisher schlimmsten Tweet, er sei ein Sexist.

Selbst republikanische Senatoren äußerten sich. Ben Sasse: „Bitte stoppen Sie das. Das ist nicht normal und es ist unterhalb der Würde Ihres Amtes.“ Lindsey Graham: „Mr. President, Ihr Tweet (...) steht für das, was mit Amerikas Politik schief läuft, nicht für Amerikas Größe.“

Von RND/dpa

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