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06:03 09.05.2017
Anspruch auf den Thron: In den sechs Staffeln der Serie stieg Daenerys Targaryen (Emilia Clarke) zur meist versprechenden Anwärterin auf die Krone der Sieben Königslande auf. Quelle: HBO
Los Angeles

Die Welt stand auf der Kippe, mit gleich mehreren Cliffhangern wurden wir Zuschauer am Ende der letzten Staffel von „Game of Thrones“ zurück gelassen. Wie der Jahre währende Gruselwinter, so naht nun auch der große letzte Showdown auf unserem geliebten Fantasykontinent Westeros. Die machtbesessene Königinmutter Cersei Lennister bestieg – Spoilerwarnung zu den nächsten beiden Absätzen des Textes für alle, die die sechste Saison der Serie noch nicht gesehen haben! – in der Hauptstadt Königsmund höchtselbst den Eisernen Thron. Zuvor hatte sie die Septe von Baelor, ein gewaltiges Kirchen- und Gottesgerichtshaus, in dem ihr der Prozess gemacht werden sollte, eindrucksvoll in die Luft sprengen lassen. Ein Coup, mit dem sie sich der fundamentalistischen Sekte der „Spatzen“ entledigte, die sie gefoltert und gedemütigt hatten, und mit dem sie zugleich der ungeliebten Schwiegertochter Margaery Tyrell einen frühen Tod bescherte. Dass ihr geliebtes Söhnchen, der Kindkönig Tommen, sich nach dem Ableben seiner Gemahlin aus einem Fenster des Roten Bergfrieds stürzte, hatte sie nicht beabsichtigt. So bestieg sie den Thron in schwarzem Trauergewand mit einem Blick, in dem Gram und Rache um den Vortritt rangen.

Alles bereit für den großen Showdown

Dazu sanken im Norden die Banner mit dem „Gehäuteten Mann“ der grausamen Bolton-Familie von den Mauern der Nordburg Winterfell. Der Bastard Jon Schnee hatte nach seiner magischen Wiederauferstehung die Nachtwache verlassen und die Festung seines Vaters, des früh verstorbenen, edelmütigen Lord Eddard Stark für seine Halbschwester Sansa zurück erobert und war von deren Vasallen zum „König des Nordens“ befördert worden. Und die weißblonde Daenerys Targaryen alias Khaleesi, Tochter des einst ermordeten „irren Königs“ hatte endlich ihre Schiffe zusammen, segelte mit ihren Fuß- und Reiterarmeen von Essos, dem Orient dieser wundersamen, mittelalterlich anmutenden Welt, nach Westeros, um den Thronanspruch ihres Hauses mit Waffen- und Drachengewalt geltend zu machen. Über den Segeln schlugen ihre drei imposanten, schwarz-grün-goldenen Feuerechsen die gewaltigen Schwingen, Tiere, deren Feuer in früheren Zeiten ganze Städte niedergebrannt hatte.

Man kann die neuen Bilder kaum erwarten, der erste Trailer hatte bei Youtube gestern 16 Millionen Aufrufe, und dennoch ist einem auch ein wenig bange vor den neuen Folgen. Denn jede bringt die große, geliebte, cineastische TV-Mammutfantasy ihrem unwiderruflich festgelegten Ende näher. Sieben Folgen sind es in diesem Jahr, acht weitere im nächsten, dann sitzt entweder einer unserer Favoriten auf dem Thron oder aber der Thronsaal des Roten Bergfrieds sieht verwaist und verwüstet aus wie in der Vision der Khaleesi am Ende der zweiten Staffel. Außer Letzterer hätte ja vor allem Jon Schnee Blutsanspruch auf den Thron, wie wir schon lange ahnten und wie wir es in der letzten Episode der sechsten Staffel bestätigt bekamen.

Keine Buchvorlage, um die Spannung zu steigern

Was genau passieren wird, ist indes völlig offen, zumal seit Staffel sechs keine Buchvorlage des Überraschungen liebenden „Game of Thrones“-Vaters George R. R. Martin zum Vergleich mehr vorliegt. Vermutet wird, dass der Schriftsteller gar nicht so langsam schreibt, wie er immer behauptet, sondern auf der fertig geschriebenen Geschichte sitzt, damit die Fernsehserie für den Zuschauer spannend bleibt. Bisherige Abweichungen zwischen Büchern und Serie waren zuweilen erstaunlich (etwa in der Schlacht um Schwarzwasser) aber nicht allzu essenziell. Wer die Romane gelesen hatte, war weder von Eddard Starks Enthauptung (Staffel eins) noch von der Bluthochzeit (Staffel drei) auf der Zwillingsburg des durchtriebenen Lordgreises Walder Frey schockiert. Diesmal soll es anders werden. Das Produktionshaus Home Box Office (HBO) sorgt dafür, dass kein Komma des Drehbuchs zur siebten Staffel nach außen dringt. Wer stirbt, wer lebt, wer siegt, wer unterliegt, weiß niemand. Sicher ist nur, dass der schlimmste Winter seit Menschengedenken seinen ersten Schnee geschickt hat, und dass sich mit ihm die unheimlichen Weißen Wanderer samt ihrer Armee der Toten nahen, eine paranormale Übermacht, gegen die nur eine geeinte Menschheit überhaupt eine Chance hätte. Ach ja, etwas Nettes wird auch passieren. Ed Sheeran, derzeit erfolgreichster Popsänger der Welt, und mit seinem Song „I See Fire“ schon in den „Hobbit“-Verfilmungen Fantasy-erprobt, wird als Barde ein Ständchen bringen.

Alle Beteiligten müssen dienen

Immerhin geht das Spiel auch nach seinem Ende 2018 weiter. Martin und HBO planen vier Folgeprojekte zu „Game of Thrones“, ein Fernsehuniversum von der Größe „Star Treks“ könnte entstehen. Es ist das erste Mal, dass HBO Spin-offs produziert, Schreiber seien auch schon angeheuert, die zunächst widerstrebenden „GoT“-Showrunner David Benioff und Dan Weiss werden als „executive producer“ fungieren. Gemunkelt wird, dass Martins eigene Lieblingsgeschichte über den „Heckenritter von Westeros“ dabei sein soll. Fest steht aber lediglich, dass man sich dafür viel Zeit lassen will, um dem Zuschauer das gewohnte Niveau zu bieten. „Game of Thrones“ verpflichtet seit je alle Beteiligten, alles zu geben – gemäß dem valyrischen Gruß: „Valar dohaeris – alle Menschen müssen dienen.“

Von Matthias Halbig / RND

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