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Nachrichten Medien Christiane Paul gewinnt Emmy als beste Hauptdarstellerin
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07:53 22.11.2016
Setzte sich unter anderem gegen Judi Dench durch: Emmy-Preisträgerin Christiane Paul. Quelle: dpa
New York

Riesenerfolg für deutsche Fernsehmacher und Schauspieler bei den internationalen Emmys: Gleich drei der bedeutenden TV-Preise gehen nach Deutschland.

Vorneweg Christiane Paul: Die deutsche Schauspielerin hat für ihre Rolle im ARD-Film „Unterm Radar“ den International Emmy als beste Hauptdarstellerin gewonnen. „Es ist der Wahnsinn. Das ist das Größte, was mir bis jetzt in meinem Leben passiert ist“, sagte die sichtlich gerührte 42-Jährige nach Entgegennahme des Preises. Paul setzte sich unter anderem gegen ihre britische Kollegin Judi Dench durch, die etwa aus den „James Bond“-Filmen bekannt ist.

„Kein deutsches Filmfestival wollte diesen Film zeigen“

Neben Paul räumten auch die Teams hinter der RTL-Serie „Deutschland 83“ und dem Dokumentarfilm „Krieg der Lügen“ den begehrten Preis ab. Das Team um „Krieg der Lügen“ zur Vorgeschichte des Irakkriegs von 2003, der als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde, war nach der Überraschung in Feierstimmung.

Regisseur Matthias Bittner (li.) freut sich mit Produzent Paul Zischler über den Emmy für „Krieg der Lügen“. Quelle: dpa

„Wir haben damit angefangen, einen Film an der Filmhochschule zu machen, und wir machen unseren Abschluss mit einem Emmy“, sagte Regisseur Matthias Bittner, als er die goldene Trophäe entgegennahm. Der Film war als Abschlusswerk an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg entstanden. „Kein deutsches Filmfestival wollte diesen Film zeigen. Am Ende landest Du in den USA, worum es in diesem Film eigentlich geht“, sagte Bittner.

Emmy vs Internationaler Emmy

  • Der International Emmy Award existiert seit 1969. Er wird in verschiedenen Kategorien vergeben.
  • Der Preis wird zwar im Rahmen der bekannten „Emmy Awards“ verliehen – doch dabei handelt es sich um zwei unterschiedliche Auszeichnungen.
  • Der „Internationale Emmy“ wird nur für die besten, außerhalb der USA produzierten und ausgestrahlten TV-Sendungen verlieren. Er ist eine Kategorie der eigentlichen Emmys. Diese werden allerdings ausschließlich an US-Fernsehproduktionen vergeben.
  • Die Preise werden räumlich und zeitlich voneinander getrennt vergeben. Während die Vergabe der International Emmys am 21.11.2016 erfolgte, wurden die „Emmys“ bereits Mitte September 2016 verliehen.
  • Großer Abräumer bei den 68. Emmy-Awards, die als TV-Oscar in den USA gelten, war „Game of Thrones“. Die Serie gewann zwölf Auszeichnungen.
  • Bei den International Emmy Award waren deutsche Produktionen im Jahr 2015 leer ausgegangen. 2014 hatte das Weltkriegs-Drama „Unsere Mütter, unsere Väter“ einen Preis gewonnen.

Freude auch bei den Machern der RTL-Serie „Deutschland 83“: „Dass ich hier den Preis entgegennehmen darf, ist für mich ein ganz besonderes Erlebnis“, sagte der Produzent der Serie „Deutschland 83“, Jörg Winger. Er hatte seine Frau in der Millionenmetropole vor 14 Jahren geheiratet und sich mit ihr dann aber für ein Leben in Berlin entschieden. „Ich bin unglaublich froh und glücklich, weil sich für mich hier ein Kreis schließt“, sagte Winger.

Die Serie begleitet den ostdeutschen Soldaten Martin Rauch im geteilten Deutschland, der sich als Spion für die Stasi behaupten muss.

Jörg Winger (2.v.r.) mit dem Emmy für „Deutschland 83“. Quelle: dpa

Dustin Hoffman schlägt Florian Stetter

Nach einem Jahr ohne deutsche Nominierung war Deutschland dieses Jahr gleich für fünf Preise ins Rennen gegangen. Für die als beste Miniserie nominierte ARD-Serie „Nackt unter Wölfen“ reichte es bei der prominent besetzten Gala-Veranstaltung ebenso wenig wie für Schauspieler Florian Stetter, der für seine Rolle in der Serie als bester Hauptdarsteller nominiert war, aber Dustin Hoffman unterlag.

Mit drei gewonnen Emmys dominierte Deutschland zusammen mit Großbritannien (ebenfalls drei) die diesjährige Preisvergabe.

Von dpa/RND/zys

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