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Medien AfD will „extra3-“Moderator verklagen
Nachrichten Medien AfD will „extra3-“Moderator verklagen
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13:46 02.05.2017
„extra3“-Moderator Christian Ehring und AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel.  Quelle: Dpa
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Hannover

 Die AfD will gegen Satiriker Christian Ehring juristisch vorgehen. Grund ist eine Aussage des Moderators der NDR-Satire-Sendung „extra3“. In der jüngsten Ausgabe hatte Ehring im Rahmen mehrerer Einspieler zum AfD-Bundesparteitag die neue AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel als „Nazi-Schlampe“ bezeichnet.

Die AfD reagierte empört. AfD-Sprecher Christian Lüth kündigte per Tweet an: „Wir gehen dagegen juristisch vor. Das wird teuer für diesen GEZ-Primitivling.“

„Beleidigend und verletzend“

Gegenüber Spiegel Online konkretisierte Lüth. Der AfD-Sprecher nannte die Aussagen „beleidigend und verleumderisch“ und betonte, dass die „Persönlichkeitsrechte von Alice Weidel“ verletzt werden. Eingereicht hat die AfD die Klage jedoch noch nicht. Ein Medien-Anwalt der Partei prüft derzeit den Fall, die Partei wolle das Ergebnis davon abwarten. Laut Medienbericht geht Lüth aber davon aus, „dass wir gegen Herrn Ehring klagen werden“.

Konkret hatte Ehring die umstrittene Bezeichnung auf eine Aussage von Alice Weidel in ihrer Rede vor dem AfD-Bundesparteitag gemünzt. „Die politische Korrektheit gehört auf den Müllhaufen der Geschichte“, hatte Weidel dort gesagt. Ehring fügte hinzu: „Jawohl, Schluss mit der politischen Inkorrektheit, lasst uns alle inkorrekt sein, da hat die Nazi-Schlampe doch recht. War das inkorrekt genug? Ich hoffe.“ (Szene ab 27. Minute im Video).

Bemerkenswert ist die drohende Klage vor dem Hintergrund des Fall Jan Böhmermann. Als der Satiriker im März 2016 mit seiner „Schmähkritik“ eine Debatte über Meinungsfreiheit in Deutschland lostrat, kritisierte die AfD damals noch „Denk- und Sprachverbote“.

NDR reagiert gelassen

Vorneweg AfD Vorsitzender Jörg Meuthen: „Satire, so fragwürdig sie auch sein mag, zur Strafverfolgung freizugeben, ist ein Anschlag auf die Freiheit, die Europa auszeichnet“, sagte Meuthen damals.

Misst die AfD also mit zweierlei Maß? Sprecher Christian Lüth widerspricht. „Damals ging es um eine ausländische Macht, die sich in Deutschland einmischt. Jetzt sind es zwei deutsche Staatsbürger, die sich streiten.“ Gegenüber dem Spiegel schränkt er ein: „Die Grenzen von Satire verlaufen dort, wo es sich nur noch um zusammenhanglose, verletzende Beleidigungen handelt.“

Der NDR sieht der drohenden Klage „gelassen entgegen“, so eine Sprecherin.

Von zys/RND

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