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Regional „coloRadio“ zieht um
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10:37 07.08.2016
Thomas Preibisch von „coloRadio“ hofft auf finanzielle Unterstützung. Quelle: Hauke Heuer
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Dresden

Manchmal dilettantisch, oft professionell, fast immer hoch interessant – kein regionaler Radiosender bietet in Dresden ein so vielfältiges Angebot wie der freie Sender „coloRadio“ . Seit 1993 ist das selbstverwaltete Projekt on air. In den kommenden Monaten findet wahrscheinlich der größte Einschnitt in der Geschichte des Senders statt – der Umzug in das Zentralwerk in der ehemaligen Druckerei „Völkerfreundschaft“, ein genossenschaftlich betriebener Gebäudekomplex an der Riesaer Straße 32, der in Zukunft viel Kunst und Kultur aller Couleur beherbergen soll. Es handelt sich aber auch um eine Rückkehr zu den Wurzeln: Bereits in seinen Anfangsjahren hatte der Sender, damals nur einmal in der Woche auf der Frequenz von Energy, aus einem Studio in Pieschen gesendet. Seit 2007 ist coloRadio auf den Frequenzen von Apollo-Radio, 98,4 und 99,3 Mhz, zu hören. Täglich von 18 bis 23 Uhr und am Wochenende von 12 bis 24 Uhr.

Pressereferent Thomas Preibisch sieht in dem Umzug vor allem Vorteile: „Wir versprechen uns eine bessere Anbindung an die Dresdner Subkultur, was für uns essenziell ist. Wir wollten schon immer eine Plattform für alle Kulturschaffenden der Stadt bieten. Unser aktueller Standort auf der Jordanstraße liegt etwas versteckt. Jetzt besteht die Chance, dass man sich auf dem Flur trifft.“

Für die neuen Räumlichkeiten im Zentralwerk spricht auch der günstigere Preis. „In der Jordanstraße sind wir an einen Mietvertrag gebunden, der von Jahr zu Jahr teurer wird. Die monatlichen Aufwendungen von rund 1000 Euro im Zentralwerk liegen relativ deutlich unter unseren derzeitigen Kosten“, erklärt Preibisch. Wichtig für den Verein, der sich fast komplett aus Spenden finanziert. Nur die Sende- und Leitungskosten werden von der Landesmedienanstalt übernommen. Zusätzlich wird das Kinderradio vom Jugendamt und dem Kulturamt der Stadt unterstützt. Festangestellte gibt es bei coloRadio nicht.

Der chronischen finanzielle Knappheit des Senders ist auch der jüngste Aufruf des Senders geschuldet, auf der Plattform Startnext Geld für den Umzug zu spenden. „Wir brauchen 7500 Euro, um die Räume im Zentralwerk herzurichten, damit der Sendebetrieb am 1. Januar kommenden Jahres nahtlos weiter gehen kann“, erklärt Preibisch. Noch bis Ende August kann gespendet werden.

Von Hauke Heuer

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