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Dresdner Kreuzchor: Wolfgang Behrend wird neuer Chordirigent

Neue Saison mit mehr als 40 Konzerten Dresdner Kreuzchor: Wolfgang Behrend wird neuer Chordirigent

Auf der China-Tour vom 10. bis 24. Oktober leitet Peter Kopp den Dresdner Kreuzchor noch einmal. Es ist seine letzte große Aufgabe als Chordirigent, bevor er nach 22 Jahren an die Evangelische Hochschule für Kirchenmusik in Halle / Saale wechselt. Die hat ihn inzwischen zum Rektor gewählt.

Der Kreuzchor
 

Quelle: Matthias Krueger

Dresden.  Auf der China-Tour vom 10. bis 24. Oktober leitet Peter Kopp den Dresdner Kreuzchor noch einmal. Es ist seine letzte große Aufgabe als Chordirigent, bevor er nach 22 Jahren an die Evangelische Hochschule für Kirchenmusik in Halle / Saale wechselt. Die hat ihn inzwischen zum Rektor gewählt.

Kopps Nachfolger als „rechte Hand“ von Kreuzkantor Roderich Kreile wird Anfang Oktober Wolfgang Behrend – ein Musiker mit reichlich Erfahrung in der Leitung von Chören und Orchestern. Er ist Dirigent der medicanti, des Orchesters der Medizinischen Fakultät der TU Dresden, seit 2011 künstlerischer Leiter des Jungen Sinfonieorchesters Dresden am Sächsischen Landesgymnasium für Musik. 2003 war er Assistent des Dresdner Kreuzkantors, 2002 bis 2009 leitete er die Chor- und Instrumentalwoche der evangelischen Landeskirche Sachsens, seit 1998 das Deutsch-Polnische Jugendorchester Görlitz / Zgorzelec.

Der geborene Dresdner, seit 1998 freischaffend, hatte nach dem Studium von Klavier und Dirigieren seine Laufbahn 1989 an den Bühnen der Stadt Zwickau und am Opernhaus Chemnitz begonnen. Dort leitete er unter anderem die Robert-Schumann-Philharmonie.

Mehr als 40 Konzerte hat der Kreuzchor für die Saison 2017/2018 geplant. Hinzu kommen 20 Vespern und Metten sowie 22 Gottesdienste; der erste am 31. Oktober, es ist der Festgottesdienst zu 500 Jahren Reformation. Am Sonnabend, 17 Uhr, ist der Chor mit dem Oratorium „Paulus“ in der Kreuzkirche zu erleben. Begleitet wird er von der Sächsischen Staatskapelle.

Eine Ausnahme, wie Roderich Kreile betont. Ansonsten ist die Dresdner Philharmonie Partnerorchester des Chores. „Es ist wichtig, dass er auch ein Fenster im Kulturpalast bekommt, um sich auf andere Weise profilieren zu können“, sagt Philharmonie-Intendantin Frauke Roth. Am 18. März 2018 tritt er dort erstmals in einem Chororgelkonzert auf. In der kommenden Saison soll er auch in der Abonnementskonzertreihe zu hören sein.

Träger des Chores ist die Stadt. Sie zahlt rund 2,2 Millionen Euro an Zuschüssen in den Chor-Jahresetat von rund 2,8 Millionen ein. Zugleich ist er evangelischer Kirchenchor – und bleibt das auch, wie Roderich Kreile unterstreicht. Kritiker hatten Befürchtungen geäußert, der Chor entferne sich mit seinen vielfältigen Auftritten zu sehr von der Kirche. Als „Missverständnis“ bezeichnet Kreile das. „Da ist nichts dran.“

Stadt und Kreuzkirchgemeinde verhandeln nun bereits seit etwa fünf Jahren über die Verteilung von Verantwortung und Geld. Die Kirchgemeinde zahlt dem Chor ein Honorar. Etwa zehn Prozent der Gesamteinnahmen aus den Konzerten sollen das sein. „Wir hätten es gern gehabt, wenn die liturgischen Dienste bei der Kirchgemeinde geblieben wären und wir die Organisation der Konzerte übernommen hätten“, sagt Roderich Kreile. Das lehnte die Gemeinde ab. Nun liegt ein Kompromissvorschlag dazu auf dem Tisch. „Wir hoffen, dass wir die Verhandlungen bis Jahresende abschließen können. Wir stehen jedenfalls kurz vor einer Lösung.“

Wolfgang Behrend hat reichlich Erfahrung als Leiter von Chören und Orchestern

Wolfgang Behrend hat reichlich Erfahrung als Leiter von Chören und Orchestern. Ab Oktober dirigiert er den Dresdner Kreuzchor.

Quelle: Matthias Pagenkopf

Das 800. Jubiläumsjahr 2016 habe den Kreuzchor stark nach vorn gebracht, auch international konnte er an Präsenz gewinnen, konstatiert Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke). „Da ist es angemessen, wenn er auch neue Wege geht.“ Eine Aufgabe bleibe, jüngeres Publikum zu erreichen. Ein Adventskonzert im Fußballstadion mit Band und hohem Popmusik-Anteil jedenfalls soll es wiederum geben, am 22. Dezember.

Ende des Schuljahres waren Kruzianer der 12. Klasse von Konzertreisen ausgeschlossen worden, weil sie eine Klassenfahrt den Proben vorgezogen hatten (DNN berichteten). Die daraus entstandenen Konflikte hält Roderich Kreile für ausgeräumt. Künftig würden solche Probleme in engster Abstimmung mit Schule und Eltern geklärt. „Da sind wir Kommunikationsweltmeister.“

www.kreuzchor.de

Von Tomas Gärtner

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