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Weihnachtsausstellung in der Kreuzkirche Dresden

Handgemachtes aus dem Erzgebirge Weihnachtsausstellung in der Kreuzkirche Dresden

Es sei eine große Verantwortung, die kulturelle Tradition der erzgebirgischen Region zu pflegen und zu bewahren, sagt Gunnar Horatzscheck über seine Arbeit.

Ausstellung "Handgemacht" der Familie Horatzschek Kunsthandwerk aus Tannenberg im Erzgebirge.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Unter dem Titel „Handgemacht“ präsentiert die diesjährige Weihnachtsausstellung in der evangelischen Kreuzkirche traditionelles erzgebirgisches Kunsthandwerk. Geschaffen hat die Arbeiten Gunnar Horatzscheck aus Annaberg. Zu sehen sind unter anderem Lichterengel, Leuchter, Pyramiden und Krippenszenen, welche die Geburt des Jesus Christus darstellen, die zu Weihnachten gefeiert wird.

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Erzgebirgische Volkskunst hautnah

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Es sei eine große Verantwortung, die kulturelle Tradition der erzgebirgischen Region zu pflegen und zu bewahren, sagt Gunnar Horatzscheck über seine Arbeit. „Erlebnisse aus dem täglichen Leben, Formen-, Dekorations- und Farbempfindungen der Vergangenheit haben die Bildsprache der erzgebirgischen Figurenwelt in einzigartiger Weise geprägt. Sie vermitteln uns Herkunft und Heimat.“

Gunnar Horatzscheck stammt aus Schönfeld, einem Ortsteil von Thermalbad Wiesenbad. Seit 1987 ist er Drechslermeister. Den 1924 gegründeten Familienbetrieb übernahm er 1991. Ursprünglich im Haupterwerb mit Treppenbau befasst, fertigte er zunächst in der Freizeit erzgebirgische Figuren. 2009, mit 46 Jahren, begann er noch einmal ein Studium zum Gestalter im Handwerk, das er 2013 abschloss.

Schon während der Studienzeit entschloss er sich, mehr aus seinem Können zu machen, fertigte „Manneln“ (Holzmännchen), Leuchter und Pyramiden und verkaufte sie im Eigenvertrieb. Sein Ziel war, auf diese Weise alte erzgebirgische Techniken und Formen zu bewahren. Nach Ausstellungen an mehreren Orten im Erzgebirge kaufte er 2014 eine ehemalige Gärtnerei in Tannenberg, baute sie zu Manufaktur und Verkaufsgalerie mit Schauwerkstatt um.

„Gleichzeitig erleben wir in unserer Alltagskultur eine zeitgemäße Kultursprache“, meint Horatzscheck. Deshalb fertigt er neben Figuren nach traditionellen Mustern auch Gegenstände in zeitgenössischen Formen, beispielsweise Lichtspiele in Minimal-Art, Rauchstabfiguren oder Lichtgestalten. Eine Auswahl davon ist auch in der Kreuzkirche zu sehen. Für sein „Kegelpyramiden-Ensemble“ erhielt er 2015 den Design-Hauptpreis „Tradition & Form“.

Kreuzkirche, Altmarkt, bis 7. Januar 2018, geöffnet Mo–Fr 10–17 Uhr, Sa

10–14 Uhr, So 12–17 Uhr

Von Tomas Gärtner

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