Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Google+
Visionen sammeln in Dresdens Westen

Kulturelles Bürgerforum Visionen sammeln in Dresdens Westen

Die kulturelle Stadtspitze macht sich kundig, welche Vorstellungen von Kultur in den Dresdner Stadtteilen zu Hause sind. Dazu gibt es Bürgerforen mit den Einwohnern. Im Gorbitzer Club Passage gab es nun den Auftakt für weitere kommende Fragerunden in anderen Teilen der Stadt. Das Ergebnis sind einige sehr klare Vorstellungen, was kulturell in Gorbitz noch geleistet werden könnte.

Gorbitz von oben: Das Neubauviertel im Westen der Stadt hat reichlich Potenzial.

Quelle: Jürgen Matthes

Dresden. Die Frage, wie viel und welche Formen von Kultur die Zukunft der Stadt bestimmen sollen, wird nun in Dresdens Stadtteilen verhandelt. Am Donnerstagabend war der Club Passage in Gorbitz Gastgeber eines entsprechenden Bürgerforums. Und das Interesse war groß: Mehr als 80 Interessierte waren in Dresdens Westen gekommen – die meisten davon selbst in Gorbitz daheim. Sie sollten, nach ausgiebigen Diskussionen, formulieren, welche Verbesserungen sie vor Ort am ehesten umgesetzt sehen wollten. Und der kulturellen Stadtspitze um Kulturbürgermeistern Annekatrin Klepsch (Linke) diese Wünsche in der Hoffnung auf mögliche Realisierung auch mit auf den Weg geben.

Der Gorbitzer Abend war einerseits die Fortsetzung eines ähnlichen Forums Mitte Januar im Kulturrathaus (DNN berichteten). Andererseits aber war es darüber hinaus der Auftakt für ein stark stadtteilbezogenes Sammeln der Visionen, die ihrerseits maßgeblich den bis 2018 neu zu beschließenden Kulturentwicklungsplan der Stadt mit Inhalt erfüllen sollen. Und natürlich auch Hilfestellung für die Bewerbung Dresdens als Europas Kulturhauptstadt 2025 geben.

Im Club Passage bekamen die Gäste zunächst einen Überblick, was stadtteilbezogene Kulturarbeit leisten kann – und was nicht. Anne Pallas, Geschäftsführerin des Landesverbandes Soziokultur Sachsen, konnte dabei auch von ihren Erfahrungen als langjährige Chefin des Putjatinhauses, dem soziokulturellen Zentrum Kleinzschachwitz’, profitieren.

In den Stadtteilen, so Pallas, gehe es vor allem darum, eine wie auch immer geartete kulturelle Betätigung zu ermöglichen, ohne dass es dabei um eine kulturelle Grundversorgung gehe. Sie sprach von einem „Teilhabekonzept“, das keine Oper und auch kein Schauspielhaus einlösen könne. Dafür sei es aber sehr gut möglich, Menschen jenseits des Kulturbürgertums mit Angeboten und Beteiligungschancen anzusprechen. So gesehen, sei kulturelle Stadtteilarbeit „der Inbegriff der Bürgergesellschaft“, wie er immer wieder gefordert wird.

In den anschließenden fünf thematischen Tischrunden, bei denen die Gäste Vor- und Nachteile ihres Stadtteils benannten und die wichtigsten Wünsche und Forderungen, bezogen auf die Kulturarbeit, formulierten, schälte sich rasch heraus, dass der Bezug, geradezu die Liebe zum Kiez, hier stark ausgeprägt ist. Dieser Stolz schwang auch immer wieder mit, wenn beispielsweise das Westhangfest Gorbitz gelobt wurde oder auch die Arbeit des gastgebenden Club Passage.

Doch dieses Angebot soll nach dem mehrheitlichen Wunsch der Anwesenden weiter wachsen. So soll ein größeres Stadtteil- oder Bürgerhaus eingerichtet werden, die Gorbitzer Stadtteilzeitung mehr kulturelle Angebote bündeln, Kunst im öffentlichen Raum weiter ihren Platz finden, um nur einige Ideen herauszugreifen. Auch die Gründung eines Gorbitzer Sportvereins wurde angeregt.

Die Fragerunde wird nun weiter wandern. Am 9. März gibt es ein Bürgerforum zur Kultur in der Waldschänke Hellerau, am 30. März im Ortsamt Leuben. Die interkulturelle Arbeit der Stadt steht am 4. Mai im Kulturrathaus zur Diskussion.

http://www.dresden.de//de/kultur/kulturhauptstadt.php

Von Torsten Klaus

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr