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Vierte Schumann-Ehrung des Sächsischen Vocalensemble in Dresden, Maxen und Graupa

Vierte Schumann-Ehrung des Sächsischen Vocalensemble in Dresden, Maxen und Graupa

Auf "Tuchfühlung" begeben sich Wagner und Schumann am Wochenende, wenn sich das Sächsische Vocalensemble e.V. mit der vierten Auflage seiner 2010 ins Leben gerufenen Robert-Schumann-Ehrung dem "Versuch eines Dialoges" zwischen den beiden großen Komponistenpersönlichkeiten, ihren Schaffens- und Wirkungsorten in Dresden und Umgebung widmet.

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Logo der Schumann-Ehrung.

Quelle: PR

Das von Matthias Jung geleitete Ensemble und sein Förderverein mit Projektleiterin Anita Brückner laden am Sonnabend erneut zur Musikalischen Landpartie, einer Bustour mit Vorträgen, Führungen und Konzerten in Dresden, Maxen und Graupa ein. Das Schaffen der beiden in Sachsen geborenen Komponisten, die annähernd zur gleichen Zeit in Dresden lebten, steht auch im Mittelpunkt des Festkonzertes am Sonntag im Palais Großer Garten.

Zum Auftakt am Sonnabend, 11 Uhr im Coselpalais, wo Robert und Clara Schumann regelmäßig musiziert haben, geht es um den Opernkomponisten Richard Wagner, um "Wagners Beziehungen zu Robert und Clara Schumann" (Einführung von Hans John). In der Bearbeitung für Klavier zu vier Händen bringen Naomi Shamban und Andrea Barizza unter anderem die Vorspiele zu "Rienzi, der Letzte der Tribunen" und "Die Meistersinger zu Nürnberg" zu Gehör - zwei Werke mit Dresden-Bezug, denn Wagner lernte im Sommer 1837 im Blasewitzer Gasthof am heutigen Schillerplatz den "Rienzi"-Stoff kennen und erlebte 1842 mit diesem Werk in der Königlich Sächsischen Hofoper seinen künstlerischen Durchbruch. Der erste Prosaentwurf zu den "Meistersingern" entstand im Jahr der Dresdner "Tannhäuser"-Uraufführung 1845.

Die Musikalische Landpartie führt anschließend auf Schloss Maxen, Refugium und Ort künstlerischer Inspiration der Schumanns in ihrer Dresdner Zeit. Dort wird 13 Uhr feierlich das dritte Medaillon auf dem Robert und Clara Schumann-Gedenkweg angebracht (Gestaltung: Einhart Grotegut), und es erklingt Schumanns Streichquartett a-Moll op. 41 mit Eunmi Lee, Hyejung Park (Violine), Seung Gu Lee (Viola) und Hyong-Joon Jo (Violoncello). Höhepunkt und Abschluss der Landpartie ist ein Besuch der viel beachteten neuen Dauerausstellung "Wagner in Sachsen" im Jagdschloss Graupa mit anschließendem Konzert. Susanna Pütters (Sopran), Henryk Böhm (Bariton) und Christian Kluttig (Klavier) warten mit Liedkompositionen von Schumann und Wagner auf, darunter die Wesendoncklieder (Rückfahrt 19 Uhr).

Das Chorschaffen Wagners und Schumanns wird im traditionellen Festkonzert am Sonntag, 19.30 Uhr im Palais Großer Garten präsentiert. Unter dem Motto "Berührungen" stehen selten zu hörende Werke für Männer-, Frauen- und gemischten Chor auf dem Programm, verbunden mit Chormusik von Ludwig van Beethoven und Carl Maria von Weber, den "leuchtenden" Vorbildern beider Komponisten. Unter der Leitung von Matthias Jung singen das Sächsische Vocalensemble und der dresdner motettenchor. Am Flügel ist Camillo Radicke zu erleben; Axel Thielmann verbindet die Werke mit einer Lesung aus autobiografischen Zeugnissen und Briefen von Wagner und Schumann (Textauswahl: Matthias Herrmann).

Ein besonderes Verdienst der Veranstalter ist die Schaffung eines Robert und Clara-Schumann Gedenkweges. Nach dem Palais Großer Garten und dem Coselpalais in Dresden ist Schloss Maxen die dritte Station auf dem Erinnerungsweg. Hier arbeitete der Komponist am "Liederalbum für die Jugend" op. 79, das er in Dresden vollendete, sowie an den sechs Fugen über B-A-C-H und an kammermusikalischen Werken. Die Schumanns erlebten das gastliche Haus der Familie Serre im Kreise Gleichgesinnter und fanden während des Dresdner Maiaufstands 1849 Zuflucht auf dem Schloss. Weitere Schumann-Orte für den Gedenkweg sind geplant. Das Hotel de Saxe am Dresdner Neumarkt, so heißt es, soll im Herbst bedacht werden.

Für die Realisierung seines fast ausschließlich aus Spenden finanzierten Vorhabens sucht der Verein Sächsisches Vocalensemble e.V. Unterstützung und freut sich über finanzielle Zuwendungen. Auch in diesem Jahr wird die von den Dresdner Neuesten Nachrichten präsentierte Robert-Schumann-Ehrung als Kooperationsprojekt realisiert. Neben dem Förderverein Palais Großer Garten e.V., der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, dem Dresdner Pianosalon Kirsten und Schloss Maxen gehören diesmal auch die Richard-Wagner-Stätten Graupa zu den Partnern. Kommuniziert wird die Ehrung des großen romantischen Komponisten erneut vom Schumann-Netzwerk Bonn. Das Sächsische Vocalensemble e. V. wird mit seiner jährlichen Pflege des Schumannschen Erbes in Dresden weit über Deutschland hinaus zur Kenntnis genommen und gehört längst zum anerkannten Mitglied der Vereinigung aller Schumann-Städte.

15./16. Juni Robert-Schumann-Ehrung

Informationen über das Spendenkonto für den Schumann-Gedenkweg beim Sächsischen Vocalensemble e.V. (Tel. 0351-2683543) sowie Kartenverkauf: www.saechsisches-vocalensemble.de

www.reservix.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.06.2013

Silke Fraikin

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