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Tschechisch-Deutsche Kulturtage sind gerettet

Euroregion Elbe/Labe Tschechisch-Deutsche Kulturtage sind gerettet

Die durch finanzielle Engpässe von der Schließung bedrohten Tschechisch-Deutschen Kulturtage sind gerettet. Das 1999 gestartete Festival wird künftig von der Euroregion Elbe/Labe weitergeführt. Verknüpft wird das jedoch auch mit einer „behutsamen Weiterentwicklung“.

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Das Signet der bisherigen Tschechisch-Deutschen Kulturtage

Quelle: PR

Dresden. Bislang waren nur vage Absichtserklärungen zu vernehmen. Nun ist es offiziell: Die in Gefahr geratenen Tschechisch-Deutschen Kulturtage sind gerettet. Die Euroregion Elbe/Labe hat gestern verbindlich erklärt, das 1999 gestartete Festival weiterzuführen, beginnend dieses Jahr im Oktober und November.

Der bisherige Hauptorganisator, die Brücke/Most-Stiftung vermochte das nicht mehr. Die Null-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank hatte die Stiftungserträge um weit mehr als die Hälfte schrumpfen lassen, sodass sie ihre Projektarbeit nicht mehr finanzieren konnte und aufgeben musste.

Intensive Gespräche zwischen Vertretern der Euroregion und Mitorganisatoren

In den zurückliegenden Monaten hatte es intensive Gespräche zwischen Vertretern der Euroregion und Mitorganisatoren gegeben, bei denen sie sich offenbar einigen konnten. Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), der Präsident der Euroregion ist, erklärte gestern, die Rettung der Tschechisch-Deutschen Kulturtage sei „ein Herzensanliegen“ gewesen. Und fügte hinzu: „Wir freuen uns, dass alle bisherigen Unterstützer sich auch weiterhin finanziell dafür engagieren wollen.“

Künftig mehr Veranstaltungen in Orten der Grenzregion

Am Grundkonzept des Festivals wollen die Beteiligten festhalten, kündigten zugleich jedoch eine „behutsame Weiterentwicklung“ an. So soll es künftig mehr Veranstaltungen in Orten der Grenzregion geben.

Bislang lag der Schwerpunkt in Dresden, mit 33 Spielstätten im vergangenen Jahr; in Kleinstädten wie Pirna, Radeberg, Sebnitz oder Bad Schandau mit jeweils nur einer. Auf tschechischer Seite waren in Usti nad Labem (Aussig) neun Veranstaltungsstätten beteiligt, in anderen grenznahen Orten wie Decin (Tetschen), Liberec (Reichenberg) oder Teplice (Teplitz) ebenfalls nur jeweils eine.

Der Gedanke, dass ländliche Regionen stärkerer Förderung bedürfen, der in der Politik der Landesregierung unter dem neuen CDU-Ministerpräsidenten Michael Kretschmer an Gewicht gewinnt, könnte sich hier in Kultur beweisen.

Den Trägerwechsel auch äußerlich sichtbar machen

Den Trägerwechsel will die Euroregion auch äußerlich sichtbar machen: Sie sucht nach einem griffigeren Namen. „Tschechisch-Deutsche Kulturtage“ hat wohl in vielen Ohren zu lang und sperrig geklungen.

Knapp, treffend, attraktiv soll die neue Bezeichnung sein. Die Euroregion bittet bis Ende Februar um Vorschläge. Die besten sollen mit einer Prämie gewürdigt werden. Näheres dazu ist auf der Internetseite und der Facebookseite der Euroregion zu erfahren.

Festival 2018 vom 25. Oktober bis 11. November

Für den nächsten Festivaldurchgang vom 25. Oktober bis 11. November sind rund 80 Veranstaltungen beidseits der Grenze geplant – 14 weniger als 2017. Partnerregion diesmal soll der Bezirk Liberec (Reichenberg) sein.

Er wird sich mit besonders vielen Künstlern und auch mit einer Präsentation vorstellen. Gesichert zu sein scheint nun auch die finanzielle Unterstützung von den übrigen Partnern für das Festival.

Geld kommt wie bisher auch von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, der Landeshauptstadt Dresden und dem Tschechischen Kulturministerium.

www.euroregion-elbe-labe.eu/de

Von Tomas Gärtner

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