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Trotz Saisoneröffnung am 28. April bleibt die Zukunft der Saloppe ungewiss

Trotz Saisoneröffnung am 28. April bleibt die Zukunft der Saloppe ungewiss

Drei Jahre nach dem Grundsatzbeschluss des Dresdner Stadtrates zum Erhalt der Sommerwirtschaft Saloppe ist die rechtliche Lage um das 11 900 Quadratmeter große Grundstück neben dem Park von Schloss Albrechtsberg nach wie vor ungeklärt.

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Noch sind die Tore geschlossen. Aber am 28. April ist Saisonauftakt für die Sommerwirtschaft Saloppe. Rechtlich bleibt die Situation in der Schwebe.

Quelle: Archiv

Zurzeit laufe ein Mediationsverfahren, so dass zum Ausgang der Angelegenheit Saloppe wie auch zur Zukunft der Sommerwirtschaft derzeit keine Auskunft erteilt werden könne, beschied die Dresdner Stadtverwaltung auf DNN-Anfrage.

Doch für dieses Jahr gibt es Entwarnung für alle Saloppe-Fans. "Wir starten pünktlich am 28. April in die Saison", sagt Veranstalter Jan Michael. "Wir müssen von Jahr zu Jahr planen, kreativ sein, können uns gerade einmal um die Instandhaltung kümmern, aber an größere Investitionen ist nicht zu denken", umschreibt Michael die Situation. Ursprünglich wollten die Saloppe-Macher 300 000 Euro Investieren, zum Beispiel in eine neue Küche, ein Spielzeug- und Gerätelager sowie eine Personal- und Künstlergarderobe. Doch aufgrund der rechtlichen Unsicherheit sei das nicht möglich. Erst im Dezember habe man grünes Licht für die diesjährige Saison erhalten. Das gehe jedes Jahr so. "Und täglich grüßt das Murmeltier", meint Michael.

Die Rechtssituation ist vertrackt, selbst verschuldet durch den Dresdner Stadtrat. Denn der gab ursprünglich grünes Licht für den Verkauf des Grundstücks im Elbhang, das seit 1997 als Sommerwirtschaft Saloppe genutzt wird. Für 665 000 Euro ging das lukrative Areal an die Dresdner Immobilienmakler Rico Richert und Michael Oertel sowie den Bauunternehmer Frank Bertram. Doch noch während des Architektenwettbewerbs besann sich der Stadtrat - auch auf Druck von zahllosen Saloppe-Besuchern - im Wahljahr 2009 eines anderen, und zwar über alle Fraktionsgrenzen hinweg.

Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) erhielt den undankbaren Auftrag, ein bereits getätigtes Geschäft rückgängig zu machen. Die Stadt spielte zunächst auf Zeit, verlängerte die Frist des Architektenwettbewerbs auf Frühjahr 2012. Begründung: Es sei schwierig, an dieser Stelle planerisch drei Bauten mit 2000 Quadratmetern in den Griff zu kriegen, ganz zu schweigen von einer Baugenehmigung.

Während nun hinter verschlossenen Türen weiter verhandelt wird, geht die Saloppe mit einem bewährten bunten Mix aus Familien- und Kinderfesten, Grillplatz, Seifenkistenrennen, Tanz, Kleinkunst, Disco, Kino und Konzerten an den Saisonstart. Zumindest diese Saison ist gesichert. Ralf Redemund

www.saloppe.de, www.saloppe-bleibt.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.04.2012

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