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Regional Thomas de Maizière und Jan Vogler im Gespräch: "Musik wird erst spannend durch Qualität"
Nachrichten Kultur Regional Thomas de Maizière und Jan Vogler im Gespräch: "Musik wird erst spannend durch Qualität"
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17:44 09.09.2015
Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Hochschulrektor Ekkehard Klemm und Intendant und Cellist Jan Vogler (v.l.) Quelle: Ronny Waleska

Eine Frage, die sowohl für de Maizière als auch für Vogler jedoch gar keine zu sein schien. Verbindet die beiden doch nicht nur eine Freundschaft, sondern auch eine Kindheit in zwei sehr musikalischen Familien.

Überhaupt war das gut einstündige, von Musikhochschulrektor Ekkehard Klemm sehr unterhaltsam moderierte Gespräch eher von Konsens denn von Diskussion getragen. Natürlich habe Musik auch eine politische und gesellschaftliche Macht oder zumindest Wirkung, man denke nur an die Nationalhymne, meinte de Maizière. Vogler ergänzte allerdings, dass eben jene Macht der Musik vor allem in Bezug auf die Klassik heute zu 90 Prozent von der Gesellschaft unterschätzt werde. "Das geistige Leben in Deutschland könnte noch weit kreativer und kunstsinniger ausfallen", so der Cellist.

Einig waren sich die beiden schließlich darin, dass mehr Mut zur Qualität und bessere Wege von der großen Breite der musikalischen Angebote hin zu Spitze notwendig seien, will (klassische) Musik auch heute ihren Machtanspruch behaupten. "Musik wird erst spannend durch Qualität", resümierte de Maizière. Bevor ihn der Rektor zum Schluss doch noch auf eine brisante politische Entwicklung, nämlich das Freihandelsabkommen und mögliche Folgen für die deutsche Musiklandschaft, ansprach. Der Innenminister dementierte klar, dass das Abkommen die Subventionierung der Spitzenorchester gefährde, um gemeinsame Standards ginge es hier eher an anderer Stelle.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.08.2014

Nicole Czerwinka

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