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Tausende feiern Marteria in Dresden

Konzert in der Messe Tausende feiern Marteria in Dresden

Rapper Marteria hat am Mittwochabend in der Messe Dresden ein umjubeltes Konzert gegeben. Vor Tausenden Fans stand der Rostocker im Rahmen seiner „Roswell Tour 2017“ auf der Bühne – Bad in der begeisterten Menge inklusive.

Tausende feiern Marteria in Dresden

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Rapper Marteria hat am Mittwochabend in der Messe Dresden ein umjubeltes Konzert gegeben. Vor Tausenden Fans stand der Rostocker im Rahmen seiner „Roswell Tour 2017“ auf der Bühne – Bad in der begeisterten Menge inklusive.

Mit ausladenden Gesten, auf Boxentürmen stehend, begrüßt er sein Publikum und wird jubelnd erwartet. Den Weg in die Messe haben wohl alle die gewählt, die die Möglichkeit, ihn bei einem seiner Clubkonzerte sehen zu können, verpasst hatten oder mit dem Gefühl, sich einen seiner vielen Festivalauftritte des Sommers zurück ins Gedächtnis zu holen. In der kühlen Bushaltestellen-Atmosphäre der Halle 1 sprangen der Funke und die Energie der Band aber nur bedingt auf die Fans über. Diese standen weitläufig verteilt, und ohne Gedränge und Geschiebe war es möglich, sich bis an die Bühne zu bewegen. Viele blieben lieber im hinteren Teil und genossen von dort das Bühnenspektakel.

Rapper Marteria hat am Mittwochabend in der Messe Dresden ein umjubeltes Konzert gegeben. Unser Fotograf hat die schönsten Konzerteindrücke mitgebracht.

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Und das war, wie für Marteria typisch, gewaltig. Auf einer großen Leinwand flimmerten Einspieler über die Raumfahrt, grinsten Comicfiguren, züngelten Flammen, blitzten grelle Standbilder oder prangte das leuchtend rote Logo der Band. Marten sprang von einer Bühnenseite zur anderen, feuerte sein Publikum immer wieder und ausdauernd an, doch bitte die Hände hochzunehmen, mit ihm abzugehen und so laut zu sein, wie sie könnten. Textsicher, vor allem bei den Titeln der neuen Platte, wurde mitgesungen und aufgrund des vorhandenen Platzes auch getanzt.

Es gab eine harmonische Rundreise durch die letzten drei Alben. Nur bei „El Presidente“ wurde dem Anlass entsprechend ein Kleiderwechsel zur Uniformjacke mit Goldschnüren an den Schultern vollzogen, kann doch fast jeder mit ein bisschen Ausstrahlung ein Präsident sein. Dieser Titel ist wohl sehr deutlich als eine Anspielung auf den jetzt amtierenden US- Präsidenten Donald Trump zu verstehen. Geschrieben wurde dieser prägnante Teil des Albums von Marteria gemeinsam mit seiner Frau und Sängerin Jadu Laciny.

Fehlen durfte natürlich auch der Liebesbeweis zum Fußball, speziell zu seinem Ex- und Heimatverein Hansa Rostock nicht. Die Kogge fand sich auf den Getränkebechern wieder, und oft wurde zwischendurch der Vereinsname mit gestreckter Faust skandiert. Und da Pyrotechnik kein Verbrechen sei, wie Marteria klar vertritt, konnten sich die Fans über ein rotes bengalisches Feuer beim fast gleichnamigen Titel „Bengalischer Tiger“ freuen. Er ruft auf zu „Viva Revolution, Dresden“ und lässt mit krachenden, düsteren Beats kurzzeitig Straßenkampfstimmung aufkommen.

Anne Gräfe

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