Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Regional Tausende feiern Marteria in Dresden
Nachrichten Kultur Regional Tausende feiern Marteria in Dresden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:44 14.12.2017
Tausende feiern Marteria in Dresden Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Rapper Marteria hat am Mittwochabend in der Messe Dresden ein umjubeltes Konzert gegeben. Vor Tausenden Fans stand der Rostocker im Rahmen seiner „Roswell Tour 2017“ auf der Bühne – Bad in der begeisterten Menge inklusive.

Mit ausladenden Gesten, auf Boxentürmen stehend, begrüßt er sein Publikum und wird jubelnd erwartet. Den Weg in die Messe haben wohl alle die gewählt, die die Möglichkeit, ihn bei einem seiner Clubkonzerte sehen zu können, verpasst hatten oder mit dem Gefühl, sich einen seiner vielen Festivalauftritte des Sommers zurück ins Gedächtnis zu holen. In der kühlen Bushaltestellen-Atmosphäre der Halle 1 sprangen der Funke und die Energie der Band aber nur bedingt auf die Fans über. Diese standen weitläufig verteilt, und ohne Gedränge und Geschiebe war es möglich, sich bis an die Bühne zu bewegen. Viele blieben lieber im hinteren Teil und genossen von dort das Bühnenspektakel.

Rapper Marteria hat am Mittwochabend in der Messe Dresden ein umjubeltes Konzert gegeben. Unser Fotograf hat die schönsten Konzerteindrücke mitgebracht.

Und das war, wie für Marteria typisch, gewaltig. Auf einer großen Leinwand flimmerten Einspieler über die Raumfahrt, grinsten Comicfiguren, züngelten Flammen, blitzten grelle Standbilder oder prangte das leuchtend rote Logo der Band. Marten sprang von einer Bühnenseite zur anderen, feuerte sein Publikum immer wieder und ausdauernd an, doch bitte die Hände hochzunehmen, mit ihm abzugehen und so laut zu sein, wie sie könnten. Textsicher, vor allem bei den Titeln der neuen Platte, wurde mitgesungen und aufgrund des vorhandenen Platzes auch getanzt.

Es gab eine harmonische Rundreise durch die letzten drei Alben. Nur bei „El Presidente“ wurde dem Anlass entsprechend ein Kleiderwechsel zur Uniformjacke mit Goldschnüren an den Schultern vollzogen, kann doch fast jeder mit ein bisschen Ausstrahlung ein Präsident sein. Dieser Titel ist wohl sehr deutlich als eine Anspielung auf den jetzt amtierenden US- Präsidenten Donald Trump zu verstehen. Geschrieben wurde dieser prägnante Teil des Albums von Marteria gemeinsam mit seiner Frau und Sängerin Jadu Laciny.

Fehlen durfte natürlich auch der Liebesbeweis zum Fußball, speziell zu seinem Ex- und Heimatverein Hansa Rostock nicht. Die Kogge fand sich auf den Getränkebechern wieder, und oft wurde zwischendurch der Vereinsname mit gestreckter Faust skandiert. Und da Pyrotechnik kein Verbrechen sei, wie Marteria klar vertritt, konnten sich die Fans über ein rotes bengalisches Feuer beim fast gleichnamigen Titel „Bengalischer Tiger“ freuen. Er ruft auf zu „Viva Revolution, Dresden“ und lässt mit krachenden, düsteren Beats kurzzeitig Straßenkampfstimmung aufkommen.

Anne Gräfe

Mehr zum Konzert lesen Sie in der gedruckten DNN-Ausgabe vom 15. Dezember!

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Heimat verlassen, um ein neues Leben zu beginnen – im Film „HeimatLiebe 2“ begibt sich der Dresdner Schauspieler Wolfgang „Stumpi“ Stumph zum zweiten Mal auf Weltreise und begegnet dabei deutschen Globetrottern und Rückkehrern. Am Mittwoch feierte Stumph gemeinsam mit der Regisseurin Jana von Rautenberg und Filmakteuren die Vorpremiere.

14.12.2017

„Samt & Sonders“ heißt die neue Gesprächsreihe im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden. Cornelius Pollmer, Dresdner Landeskorrespondent der Süddeutschen Zeitung, hatte die Idee dazu, die Intendant Joachim Klement nun aufgriff. Gast Axel Hacke fand sich vor sonderbarer Kulisse wieder.

13.12.2017

Stabwechsel bei der Meißner Kantorei 1961: Christfried Brödel, der am 17. Dezember 70 wird, übergibt das Amt zu Jahresbeginn 2018 an Georg Christoph Sandmann. Er ist ein erfahrener, freiberuflich tätiger Dirigent. Sorgen indes bereitet Christfried Brödel die Zukunft der Kirchenmusik auf dem Land.

13.12.2017