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Regional Tanzen für die Toleranz: "Tolerade" zieht am Samstag durch Dresden
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23:42 09.09.2015
Quelle: DNNOnline
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Ein loses Bündnis Kulturschaffender, Partyveranstalter, Clubbetreiber – kurz: die versammelte Dresdner Subkultur – begegnet der Fragestellung in diesen Tagen mit einer einfachen Antwort, die jeder versteht: Musik.

Was mit einem „Tolerave“ am 28. März in Hellerau begann – Tausende Dresdner pilgerten ins Festspielhaus und tanzten gemeinsam für mehr Toleranz zu House und Techno – soll nun am 2. Mai mit einer Parade durch die gesamte Stadt fortgesetzt werden: der „Tolerade“. Rund ein Dutzend Wagen, die von unterschiedlichen Akteuren der lokalen elektronischen Musikszene, bespielt werden, sollen für die Beschallung sorgen. Auch Initiativen, wie die Projektschmiede, das Eselsnest oder der Schaubudensommer, beteiligen sich mit einem Lautsprechergefährt an der musikalischen Demonstration.Der Rave für die Toleranz beginnt um 14 Uhr auf dem Festplatz Pieschener Allee.

 Nach der Auftaktveranstaltung bewegt sich der Tross über die Ostra-Allee, die Sophienstraße, die Carolabrücke, mitten durch die Äußere Neustadt und schlussendlich über die KönigsbrückerStraße bis in das Industriegebiet. Hier findet ab 19 Uhr die Anschlussparty im Sektor Evolution statt. Wie im Sektor üblich, kann für zehn Euro Eintritt bis in die Morgenstunden gefeiert werden. „Wir freuen uns natürlich darüber, wenn die Besucher zusätzlich Geld spenden“, sagt Mitorganisatorin Dana Bondartschuk – bei der Feier im Festspielhaus Hellerau konnten bereits 9000 Euro eingenommen werden, die dem KAMA e.V., dem Ausländerrat und der Kontaktgruppe Asyl zu Verfügung gestellt wurden.

Auch die Initiative „Dresden für Alle“ beteiligt sich an der Organisation der „Tolerade“. „Es war uns wichtig, etwas zu unterstützen, dass sich nicht an Pegida abarbeitet“, sagt Sprecher Eric Hattke und fügt hinzu, „das ehrenamtliche Engagement, von dem auch diese Veranstaltung getragen wird, ist in der derzeitigen Situation sehr wichtig und erfährt generell zu wenig Unterstützung durch die offiziellen Stellen“.

Techno-DJ Tino Wowtscherk, der maßgeblich an der Organisation des musikalischen Parts beteiligt ist, bringt das Vorhaben auf den Punkt: „Wir wollen mit dieser Veranstaltung Strukturen schaffen, die in Dresden langfristig agieren können.“ Dabei ist es den Organisatoren wichtig, dass sich auch Asylbewerber an der Techno-Parade durch die Stadt beteiligen. Bei der ersten Party in Hellerau waren bereits über 100 Asylbewerber zu Gast. „Wir beobachten, dass die Flüchtlinge immer aufgeschlossener werden. Die Menschen sehen, dass sich nicht alle gegen sie stellen“, sagt Hattke.

Hauke Heuer

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